Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„Clockwork Orange“ nach dem Roman von Anthony Burgess in Köln„Clockwork Orange“ nach dem Roman von Anthony Burgess in Köln„Clockwork Orange“ nach...

„Clockwork Orange“ nach dem Roman von Anthony Burgess in Köln

Premiere am 13.02. 1008 um 20:30 Uhr im Theataer TIEFROT, Dagobertstr. 32

 

Die Geschichte ist aus dem Film von Stanley Kubrick bekannt: Alex, 17 und mit kleinbürgerlichem Hintergrund, der Beethovens neunte Symphonie liebt, ist der führende Kopf einer Jugendbande mit einem schockierenden Gewaltpotenzial – in der Nacht ziehen sie los, rauben, stehlen, vergewaltigen.

Bei einer ihrer nächtlichen Einbruchstouren wird er nach einem Machtkampf in seiner eigenen Gang von dieser denunziert und auf frischer Tat ertappt. Woraufhin er in einer Besserungsanstalt landet. In der Haft wird er – auf eigenen Wunsch – in einem gewagten Experiment einer Gehirnwäsche unterzogen, die zwar seine Aggressionen austreibt, ihn aber völlig apathisch macht, da er mit den Aggressionen auch den Kern seiner Identität verliert. Er wird zum hilflosen Opfer.

 

Mit diesem Projekt reagiert das Theater TIEFROT auf die immer weiter eskalierende Jugendkriminalität im westlichen Europa, auf den Ausbruch von Gewalt, die sich gegen die Staatsgewalt richten kann – wie bei den Unruhen in den Pariser Vorstädten –; gegen harmlose Passanten – wie neulich erst in der Münchner U-Bahn –; oder gegen die Täter selbst und ihre Mitschüler – wie bei den (versuchten) Amokläufen an Schulen, die dann im Selbstmord enden.

 

Dabei treibt dieser hellsichtige Text von Anthony Burgess (geschrieben 1962) die Situation der Jugendlichen sowie die hilflosen Versuche des Staates, darauf zu reagieren, auf die Spitze. Denn heute ist das, was 1962 noch Science Ficton war, bedrohlich nah an der Realität.

 

Regie: Volker Lippmann

 

Vorstellungen:

 

Fr., 15.02. um 20:30

Sa., 16.02. um 20.30

Mi., 20.02. um 20:30

Do., 21.02. um 20:30

Fr., 22.02. um 20:30

Sa., 23.02. um 20:30

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

DER FRAUENHELD ALS MYTHISCHE GESTALT -- Revue-Operette "Casanova" von Strauss/Benatzky in der Staatsoper Stuttgart

Barberina steht als schöne Frau im Mittelpunkt des Geschehens. Das Männlichkeitspathos wird in Marco Stormans Inszenierung auf die Spitze getrieben. Natürlich erscheint der Schwerenöter Casanova auch…

Von: ALEXANDER WALTHER

GROSSE RHYTHMISCHE ENERGIE -- 4. Kammerkonzert des Staatsorchesters im Mozartsaal der Liederhalle STUTTGART

Im 4. Kammerkonzert "Souvenirs" des Staatsorchesters brillierten zunächst Elena Graf (Violine), Daniel Schwartz (Viola) und Philipp Körner (Violoncello) mit Franz Schuberts unvollendet gebliebenem…

REICHHALTIGE MUSIK -- Neue CD: Platz für kreative Frauen - Boulanger Trio bei Berlin Classics

Karla Haltenwanger, Pianistin des Ensembles Boulanger Trio, erklärt, dass ihnen immer wieder fantastische Komponistinnen begegnen würden, die zum Teil kaum bekannt waren oder immer noch kaum bekannt…

Von: ALEXANDER WALTHER

Spannend, poetisch, eindrucksvoll -- "Der Kreidekreis" von Alexander Zemlinsky in der deutschen Oper am Rhein

Ein uraltes Thema: Zwei Frauen streiten um ein Kind. Jede behauptet, sie sei die Mutter. Die Lösung dieses Problemfalles im Alten Testament der Bibel ist in die Geschichte als "Salomonisches Urteil"…

Von: Dagmar Kurtz

ZAUBER MUSIKALISCHER VERWANDLUNG -- "Palestrina" von Hans Pfitzner an der Wiener Staatsoper

Der jüdische Uraufführungsdirigent Bruno Walter hat dieses Werk bis zuletzt geliebt, obwohl die im Jahre 1917 im Prinzregententheater in München erstmals aufgeführte Oper "Palestrina" aufgrund der…

Von: ALEXANDER WALTHER

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑