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"3D" von Stephan Kaluza - Düsseldorfer Schauspielhaus

Premiere Dienstag, 27. Januar, 19.30 Uhr, Kleines Haus. -----

Clara ist tot. Traurig macht das ihren Vater Albert schon, doch weil seine Frau Bette endlich wieder aufgetaucht ist, findet er, dass es nun Zeit ist für einen Neuanfang. Darauf hat er 20 Jahre lang gewartet, seit sie damals mit der gemeinsamen Tochter nach Amerika verschwand.

Und auch Bette möchte mit der Vergangenheit aufräumen. Allerdings nicht so, wie Albert sich das vorgestellt hat. Die Realität, mit der sie ihn konfrontiert, ist das hässliche Gegenteil seiner Erinnerung an sich selbst als liebenden Vater. Bettes eigenes Geheimnis schließlich, das mit Claras Tod zusammenhängt, beleuchtet den Familienhorror aus einer dritten Perspektive. Aus dem normalen Ehedrama entwickelt sich eine psychologische Kriegsführung, ein Krimi über Liebe, Missbrauch und nicht endende Abhängigkeit. 3 D bringt den Zuschauer dazu, immer wieder die Seiten zu wechseln. Es gehört zu den Theaterstücken, die wie eine Zeitbombe wirken ...

Der Düsseldorfer Künstler Stephan Kaluza setzt auch als Schriftsteller starke Zeichen. Er tritt mit Publikationen in den Bereichen Prosa, Dokumentation und Dramatik hervor. Dem Düsseldorfer Schauspielhauspublikum stellte er sich mit Atlantic Zero im Central vor, ein Stück, das die Grundlage für den folgenden Roman 30 Keller lieferte. In seinen Bildstücken inszeniert er Theatertexte und Performances als stillstehende, simultan erleb bare Bilder, die unter anderem im Zendai Museum of Modern Art in Shanghai, im National Museum of Modern and Contemporary Art in Seoul, im Museum on the Seam in Jerusalem und in der Kunsthalle Düsseldorf gezeigt wurden. Außerdem hat er eine Dozentur für Regie am Mozarteum in Salzburg inne.

REGIE: KURT JOSEF SCHILDKNECHT

BÜHNE UND KOSTÜME: STEPHAN KALUZA, JULIA SCHULTHEISS

MIT TANJA SCHLEIFF UND MICHAEL ABENDROTH

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