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Zum Tod des früheren Konstanzer Intendanten Kraft-Alexander

22.03.2006

Kraft-Alexander, Intendant des Konstanzer Stadttheaters von 1963 bis 1968, ist tot. Er starb am 10. März nach längerer Krankheit im Alter von 80 Jahre in einem Fürther Altenheim.

Kraft-Alexander Prinz zu Hohenlohe-Oehringen stammte aus dem schlesischen Meffersdorf. Als Zehnjähriger stand er mit Emil Jannings im Film „Traumulus“ vor der Kamera. Nach dem Krieg war er Schauspieler an den Städtischen Bühnen Nürnberg/Fürth, ging 1959 als Oberspielleiter nach Münster. Von 1963 bis 1968 war er Intendant in Konstanz, danach in Luzern (1968-1972) und in Fürth (1972-1990).

Eine seiner spektakulärsten Aktionen war die Absetzung der Aufführung von Camus' DIE GERECHTEN am Abend nach dem Kenedy-Mord 1963, die er am damaligen Intendanten Theo Stachels vorbei durchsetzte. In der darauf folgenden Fehde zwischen Stadt, Presse und Intendant verlor Stachels seinen Intendantenposten, Kraft-Alexander führte die Geschäfte und wurde zu Beginn der Spielzeit 1964/65 offiziell Intendant des Konstanzer Hauses.

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