Er plant ein Attentat auf den Wirtschaftsminister Kilman, einen ehemaligen Mitstreiter, der in der Zwischenzeit durch Verrat vom Revolutionär zum erfolgreichen Politiker aufgestiegen ist. Nur mit den Faschisten hat er nicht gerechnet: Karl gerät zwischen die Fronten der politischen Lager.
In seinem von ihm selbst als »politische Revue« bezeichneten Stück von 1927 nimmt Ernst Toller, ein Weggefährte von Erwin Piscator, die krisengeschüttelte Weimarer Republik scharf und humorvoll zugleich in den Blick.
Regisseurin Katrin Plötner bezieht das Stück auf unsere Gegenwart, in der die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht und die politischen Gräben tiefer werden. Katrin Plötner inszenierte unter anderem am Münchner Residenztheater, am Schauspiel Frankfurt und am Staatstheater Darmstadt.
Regie: Katrin Plötner
Bühne: Daniel Wollenzin
Kostüme: Lili Wanner
Musik: Markus Steinkellner
Licht: Damian Chmielarz
Dramaturgie: Kerstin Grübmeyer
Eva Berg, Lotte Kilman u. a.: Franziska Beyer (Gast)
Professor Lüdin, Grete u. a.: Nancy Mensah-Offei
Frau Meller, Frau Kilman u. a.: Ragna Pitoll
Albert Kroll u. a.: László Branko Breiding
Graf Lande u. a.: Eddie Irle
Kriegsminister Baron Friedrich, Oberkellner u. a.: Jacques Malan
Karl Thomas: Arash Nayebbandi
Rand, Bankier u. a.: Nicolas Fethi Türksever
Wilhelm Kilman u. a.: Martin Weigel
Das Bild zeigt Ernst Roller
Ernst Tollers »Hoppla, wir leben!«, Politische Revue im Nationaltheater Mannheim
Premiere Samstag, 27. April 2019 um 20 Uhr im Schauspielhaus
20.04.2019
1927. Acht Jahre nach der gescheiterten Revolution in Deutschland wird Karl Thomas aus der Psychiatrie entlassen. Die Welt hat sich weitergedreht, nur für Karl ist der Aufstand noch nicht vorbei. Aber sein Idealismus interessiert niemanden mehr. Hin- und hergerissen zwischen Resignation und Wut will Karl die Ungerechtigkeiten des Systems nicht hinnehmen.

