Weil die Erwachsenen nur besorgt mit den Schultern zucken, machen sich Emmanuel und seine Freunde daran, tiefgründiger in den alten Geschichten nach neuen Erkenntnissen zu schürfen. Sie entdecken, dass nicht alles im Leben so gottgegeben ist, wie die Eltern und Lehrer gerne behaupten; dass Emmanuels Geburt in den alten Geschichten prophezeit wurde – und dass da vom Erlöser und Weltretter die Rede ist. Wie das wohl wäre, wenn er tatsächlich Superkräfte hätte?
Ausgehend vom Wunsch des Ensembles, sich mit mythologischen Stoffen auseinander zu setzen, hat das JES den renommierten Autor Thilo Reffert beauftragt, aus den Erzählungen des Alten Testaments (der Thora und dem Tanach) ein neues Stück über die Geschichte der Menschen zu entwickeln, jenseits von Glaubensrichtungen, damals und heute. „Wir so: Welt retten“ ist dabei auch ein Stück über die beginnende Pubertät und die Erkenntnis, als Teil der Gesellschaft deren Schicksal und Entwicklung mitzubestimmen.
Für die Rolle des Emmanuel konnte das JES die erfolgreiche Schauspielerin Sibel Polat gewinnen. Beim Kölner Theaterpreis 2019 wurde sie in gleich drei Kategorien ausgezeichnet: Als beste Darstellerin, als Ensemblemitglied beim besten Kinder- und Jugendtheaterstück sowie beim besten Theaterstück des Jahres. Am JES ist Sibel Polat außerdem in den Produktionen „SCREAM“ und „Die beste Geschichte – En iyi hikâye“ zu sehen.
Inszeniert wird "Wir so: Welt retten" von Sascha Flocken.
Empfohlen für Zuschauer*innen ab 10 Jahren / Klasse 5-8
Inszenierung
Sascha Flocken
Bühne und Kostüme
Theresa Scheitzenhammer
Musik
Burkhard Finckh
Dramaturgie
Christian Schönfelder
Theaterpädagogik
Amelie Barucha
Mit
Gerd Ritter
Laura-Sophie Warachewicz
Sibel Polat
Faris Yüzbaşioğlu
„Wir so: Welt retten“ von Thilo Reffert - JES Junges Ensemble Stuttgart
Premiere am 7. März 2020 um 15 Uhr
29.02.2020
Nazareth vor ziemlich genau 2000 Jahren, hier wächst Emmanuel mit seinen Freund*innen auf: mit der Jüdin Ruth, mit Amon, der babylonische Wurzeln hat und mit Titus, der in Rom geboren worden ist. Um die Welt zu verstehen, spielen sie die überlieferten Geschichten nach, wie die von Moses oder der Arche Noah. Antworten auf ihre Fragen finden sie darin allerdings nicht, oder nur bedingt: Warum ist Rom das Zentrum der Welt? Warum darf Rom im Luxus schwelgen und dafür seine Provinzen und die Umwelt ausbeuten? Und warum wollen dennoch alle genauso leben wie die Römer?


