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"Verbrennungen" von Wajdi Mouawad, Theater Krefeld und Mönchengladbach

Premiere: 9. Mai 2014, 20 Uhr, Theater Mönchengladbach. -----

Fassungslos blicken die Zwillinge Jeanne und Simon auf das Testament ihrer Mutter Nawal. Vor fünf Jahren war sie in völliges Schweigen gefallen und nun spricht sie zu ihnen – durch ihren letzten Willen. Jeanne trägt sie auf, ihren Vater zu suchen, Simon soll seinen Bruder finden.

Zu Lebzeiten aber hatte sie einen anderen Sohn nie erwähnt, vom Vater hatte sie gesagt, er sei tot. Simon erklärt die Mutter für verrückt, seiner Schwester aber lässt das geheimnisvolle Testament keine Ruhe. Sie beschließt, ihre Wurzeln in einem fremden Land suchen zu gehen.

Stück für Stück setzt sich eine ungeheuerliche Lebensgeschichte zusammen, eine Geschichte aus einem nicht enden wollenden Krieg, eine Geschichte, für deren Offenbarung die Mutter zu Lebzeiten keine Kraft hatte.

Verbrennungen ist eine Gegenwartstragödie von antiker Wucht. Mit dem libanesischen Bürgerkrieg

als Hintergrund und aktuell neu beleuchtet durch die Umbrüche des Arabischen

Frühlings, aber verfasst über den Tag hinaus. „Verbrennungen ist kein Stück über den Krieg.

Es ist ein Stück über den Versuch, in einer unmenschlichen Situation seine Versprechen als

Mensch zu halten.“ (Wajdi Mouawad)

Inszenierung: Matthias Gehrt

Bühne: Gabriele Trinczek

Kostüme: Dorothee Schumacher

Dramaturgie: Martin Vöhringer

Musik: Jörg Ostermayer

Mit: Henrike Hahn, Esther Keil, Helen Wendt; Cornelius Gebert, Joachim Henschke,

Jonathan Hutter, Adrian Linke, Ronny Tomiska, Christopher Wintgens

Weitere Termine: 10.5., 16.5., 23.5., 29.5. (19.30 Uhr); 15.6. (19.30 Uhr), 18.6., 25.6.; 1.7., 3.7.

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