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Uraufführung: "Stilles Meer" von Toshio Hosokawa - Hamburgische Staatsoper

Uraufführung am 24. Januar 2016, 18.00 Uhr. -----

Premiere B am 27. Januar 2016, 19.30 Uhr. -----

Eine Anhöhe, der Blick weitet sich, das Meer. Claudia steht hier sehr oft, seit vor kurzem ihr Mann Takashi und ihr Sohn Max ums Leben kamen.

Laternen auf dem Meer für die Seelen der Toten bedeuten: jeder hat im Tsunami jemanden verloren. Claudias früherer Freund und Vater ihres Sohnes beschwört sie: „Sieh doch die Wirklichkeit“. Doch ihre Wirklichkeit sind die Toten, die das Meer nicht hergegeben hat - die Evakuierung verhinderte die Suche. Ein Ritual soll Claudia die Seele ihres toten Kindes sehen lassen, denn sie kann ihn nicht freigeben. Doch das Bild zerrinnt in ihren Armen.

„Lasst uns nach Hause gehen, ein jeder zu sich nach Hause“, sagt sie. Für Toshio Hosokawa spiegelt sich die Natur in hörbaren symbolischen Formen. So hat jeder Ton, jede Stille eine spirituelle Evidenz.

Wie hier die Atomkatastrophe von Fukushima ist japanische Geschichte Anlass zu Kompositionen, so auch in „Voiceless voice in Hiroshima“.

Musikalische Leitung: Kent Nagano

Inszenierung: Oriza Hirata

Bühnenbild: Itaru Sugiyama

Kostüme: Aya Masakane

Licht: Daniel Levy

Dramaturgie: Janina Zell

Mit: Mihoko Fujimura (Haruko), Susanne Elmark (Claudia), Viktor Rud (Hiroto), Bejun

Mehta (Stephan), Marek Gasztecki (Ein Fischer), Vokalsolisten Hamburg,

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

Weitere Vorstellungen am 30. Januar und 9., 13. Februar, jeweils um 19.30 Uhr

Vor jeder Vorstellung gibt es eine Werkeinführung jeweils 40 Minuten vor Vorstellungsbeginn in der Stifter-Lounge.

Komponistenportrait Toshio Hosokawa am 21. Januar mit Musik seines kammermusikalischen Schaffens.

Die Vorstellungsserie Stilles Meer wird durch die Ausstellung Low Tide. Japan nach dem Tsunami mit Fotografien von Denis Rouvre im Parkettfoyer der Staatsoper begleitet.

Am 30. Januar wird um 22.00 Uhr flankierend zur Opernvorstellung Stilles Meer in der Staatsoper im Kino Metropolis der Film Dreams von Akira Kurosawa gezeigt.

Kompositionsauftrag von „Stilles Meer“, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

und die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper. Produktionsunterstützung

in Kooperation mit Tokyo University of the Arts.

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