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Uraufführung: "Schwanensee" von Martin Schläpfer - Deusche Oper am Rhein

Premiere Fr 08.06.2018 – 19.30 Uhr, Opernhaus Düsseldorf

Es ist das berühmteste Ballett aller Zeiten: „Schwanensee“ zur Musik von Peter I. Tschaikowsky mit der Geschichte um den Prinzen Siegfried, der sich in die in einem bösen Zauber gefangene Schwanenkönigin Odette verliebt. Seit seiner Uraufführung 1877 am Moskauer Bolschoi-Theater hat es zahlreiche Deutungen erfahren. Als sein Inbegriff zählt bis heute Marius Petipas und Lew Iwanows legendäre St. Petersburger Choreographie aus dem Jahre 1895.

 

Copyright: Bildidee und Foto Gert Weigelt

Mehrfach hat Martin Schläpfer in den vergangenen Jahren den „Schwanensee“-Stoff und Iwanows Bewegungsmaterial der beiden Weißen Akte umkreist – sei es in seinem 2007 uraufgeführten Tschaikowsky-Ballett „Pathétique“ oder in der für das Ballett am Rhein entstandenen Choreographie „Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2“, die er zunächst als „seinen ‚Schwanensee‘“ bezeichnete. Doch die märchenhafte Geschichte und Tschaikowskys Komposition lassen Martin Schläpfer nicht los, so dass er 2018 nun seine eigene Interpretation von „Schwanensee“ präsentieren wird: als ein Künstler von heute, aber mit der für ihn so typischen, die Vergangenheit respektierenden Freiheit und den charakterstarken Tänzerpersönlichkeiten des Balletts am Rhein.

Neben kürzeren, oft abstrakt gehaltenen Werken zeigte sich Martin Schläpfer in den letzten Jahren immer wieder als ein Meister der großen Form. In Balletten wie „Ein Deutsches Requiem“, „DEEP FIELD“, „7“, „Neither“ oder „Nacht umstellt“ brachte er die Brüchigkeiten des Lebens und seine elementaren Geschichten, das Fragen nach menschlichen Beziehungen, nach Heimat und Ausgestoßensein, nach Realitäten und ihren utopischen Gegenwelten auf die Tanzbühne und ließ dabei auf faszinierende Weise das Unbegreifliche, Nichtsichtbare sichtbar werden – Fragestellungen, die sich auch in dem romantischen „Schwanensee“-Märchen finden, mit all seinen „Dunkelheiten, psychischen Geheimnissen und Archetypen“ (Martin Schläpfer).

MUSIK „Schwanensee“ op. 20 von Peter I. Tschaikowsky

    Choreographie
       Martin Schläpfer
    Musikalische Leitung
       Axel Kober / Aziz Shokhakimov
    Bühne & Kostüme
       Florian Etti
    Licht
       Stefan Bolliger
    Dramaturgie
       Anne do Paço

    Siegfrieds Mutter
       Monique Janotta / Virginia Segarra Vidal
    Zeremonienmeister
       Chidozie Nzerem / Michael Foster
    Siegfried
       Marcos Menha / Rashaen Arts
    Benno
       Alexandre Simões / Vincent Hoffman
    Hofdamen
       Claudine Schoch / Ann-Kathrin Adam, Julie Thirault / So-Yeon Kim
    Siegfrieds Freunde
       Brice Asnar, Rubén Cabaleiro Campo, Daniel Vizcayo
    Frauen
       Mariana Dias, Helen Clare Kinney, Norma Magalhães
    Männer
       Yoav Bosidan, Bruno Narnhammer, Odsuren Dagva, Pedro Maricato, Arthur Stashak
    Odette
       Marlúcia do Amaral / Cassie Martín
    Odile
       Camille Andriot / Doris Becker
    Stiefmutter
       Young Soon Hue
    Gefolge der Stiefmutter
       Yuko Kato, So-Yeon Kim / Mariana Dias, Tomoaki Nakanome, Eric White
    Rotbart
       Sonny Locsin
    Großvater
       Boris Randzio / Philip Handschin
    Schwanenfrauen
       Doris Becker, Mariana Dias, Feline van Dijken, Sonia Dvořák, Alexandra Inculet, Kailey Kaba, Helen Clare Kinney,    Aleksandra Liashenko, Norma Magalhães, Claudine Schoch, Virginia Segarra Vidal / Ann-Kathrin Adam, Elisabeta Stanculescu, Julie Thirault / So-Yeon Kim, Irene Vaqueiro
    Prinzessinnen
       Aleksandra Liashenko, Feline van Dijken, Sonia Dvořák
    Hofstaat
       Alexandra Inculet, Irene Vaqueiro

Orchester
    Düsseldorfer Symphoniker

 

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