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Uraufführung: MOBY DICK, Kammeroper von Mischa Tangian (2016), Staatsoper Hannover

Premiere So, 25.09.2016, 18 Uhr, Ballhof Eins. -----

Für Kapitän Ahab sind die Lager klar definiert: Du bist entweder für mich – oder gegen mich. Nichts dazwischen. Kein Möglicherweise, kein Vielleicht. Unerbittlich und uner-müdlich ist er auf der Jagd. Er ist besessen von seiner Rachelust gegen das Wesen, das ihm sein Bein geraubt hat: gegen den weißen Wal, Moby Dick.

Der Kampf ist allerdings auch an dem großen Meeressäuger nicht spurlos vorbeigegangen – immerhin den halben Kieferknochen konnte Ahab dem Wal entreißen. So ist Moby Dick zwiefach ein Teil von Ahab. Zum einen humpelt der Kapitän nun auf einer Prothese über das Deck; nachts, wenn alle zu schlafen versuchen, und das Pochen des Ersatzbeins aus Walknochen sie wachhält. Zum anderen hat der Kampf mit dem weißen Wal Ahabs Seele schwarz gefärbt. Seine Wut auf Moby Dick ist blind, und sie ist rot wie Walblut im Meer.

Doch welche Farbe hat die Verantwortung, die er für seine Mannschaft trägt, deren Leben er aufs Spiel setzt? Und was bleibt zurück, wenn Ahabs schwarze Seele am Ende des großen Meeresabenteuers endlich dem weißen Teufel, dem Wal, im Kampf begegnet? Die Welt ist schwarz, oder sie ist weiß. Es gibt nichts dazwischen. Nichts. – Oder doch?

Für alle ab 10 Jahren

Libretto von Dorothea Hartmann nach dem Roman von Herman Melville.

Auftragswerk der Staatsoper Hannover

Musikalische Leitung Mark Rohde

Inszenierung Friederike Karig

Bühne Christine Hielscher

Kostüme Dennis Ennen

Licht Uwe Wegner

Dramaturgie Christopher Baumann

Musiktheaterpädagogik Maike Fölling

Ismael Lukas Benjamin Engel Ahab Frank Schneiders Starbuck Gevorg Apérants Hakobjan Stubb Byung Kweon Jun Flask Michael Chacewicz Queequeg Martin Busen Perth Jan Szurgot Pip Karine Minasyan/Ylva Stenberg

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

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