Uraufführung: Lorenzaccio le fou oder la vie un film noir nach »Lorenzaccio« von Alfred de Musset und »Une conspiration en 1537« von George Sand im Schauspiel Frankfurt
Ein Projekt von Sébastien Jacobi. Lorenzo de Medici verschreibt sich dem Tyrannenmord, macht sich zum nächsten Vertrauten, größten Wüstling und Kuppler am Hof, lernt die Abgründe der Menschheit kennen, verliert jeden Glauben und leidet darunter, dass niemand sich gegen ihn erhebt.
In dieser Gummizelle führt er den Mord durch, obwohl er weiß, dass die Tat ohne politische Konsequenz bleibt. Es beginnt der lange Marsch durch die Abgründe des Lebens – ein notwendiger,
aber lebensfeindlicher Prozess in einer digitalisierten Unterhaltungsgesellschaft, in der es gewaltig kocht. Doch es bleibt das Unvermögen, irgendetwas Glaubwürdiges zu tun und die Sehnsucht nach der
radikalen Selbstaufgabe, um sich wenigstens in der Tat noch zu spüren.
Regie/Bühne Sébastien Jacobi
Musik Christoph Iacono
Dramaturgie Claudia Lowin
Mit Sandra Gerling; Christoph Iacono, Christoph Pütthoff, Andreas Uhse