Der Mensch, dem das Impulsgerät in den Körper gepflanzt wird, hat das Stadium des Aufbäumens erreicht, das Gebiet der «letzten Kräfte». Sie sind es, die den Wunsch nach Lebensverlängerung nähren und jene Hirn- und Seelenregion zu neuen Grosstaten anspornen, in denen die
Hoffnungen und Sehnsüchte ersonnen und verwaltet werden.
«O vecchio cor, che batti?» fragt Giuseppe Verdi in einer seiner Opernarien. Und doch kennt er die Antwort ganz genau: Das alte Herz will weiterschlagen, weil es erst ganz zum Schluss um die größten Ideen geht, die wirklichen Herzensangelegenheiten, die siebten Siegel und die verstecktesten Eingänge zum Pharaonengrab. Und da nichts wichtiger ist, als alle Kräfte für das Erleben der letzten Leidenschaften zu bündeln, beschleunigt Christoph Mar-thaler die Markteinführung seines stimulatore cardiaco mit dem Hinweis, dass die Packungsbeilage beizeiten nachgereicht wird.
Musikalische Leitung: Giuliano Betta, Bendix Dethleffsen
Regie: Christoph Marthaler
Regie-Mitarbeit: Gerhard Alt
Bühne: Duri Bischoff
Musikalische Bearbeitungen, Arrangements: Jan Czajkowski
Kostüm: Sarah Schittek
Choreographie: Altea Garrido
Chor: Henryk Polus
Dramaturgie: Malte Ubenauf, Brigitte Heusinger
Mit u.a. Tora Augestad, Carina Braunschmidt, Altea Garrido, Agata Wilewska, Karl-Heinz Brandt, Ueli Jäggi, Andrew Murphy, Claudio Otelli, Jeroen Willems,
dem Chor des Theater Basel und dem Sinfonieorchester Basel
Weitere Vorstellungen: Mo 28.11. und Mi 30.11.2011, jeweils um 20.00 Uhr

