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Uraufführung: KASPAR HAUSER ODER DER TRAUM VOM BRENNENDEN STEIN von Reiner Müller im Landestheater Esslingen

Premiere 17. Februar, 19.30 Uhr, Studiobühne am Zollberg. -----

Nürnberg, 26. Mai 1828. Auf dem Marktplatz steht ein junger Mann, hilflos, fremd und stumm. Keiner weiß, woher er kam und was er will. Als man ihm Papier und Stift gibt, schreibt er zwei Worte auf, die bis in unsere Tage ein ungelöstes Rätsel blieben: Kaspar Hauser.

Die ersten 16 Jahre seines Lebens verbrachte er in einem Kellerverlies; ein Schicksal, das ihn als „Kind von Europa“ populär machte und zur menschlichen Sensation erklärte. Man spricht von einem lernfähigen Tiermenschen, manche halten ihn für den Prinzen von Baden, andere für schwachsinnig, wieder andere sehen in ihm einen Betrüger. Fünfeinhalb Jahre verbringt er in einer Gesellschaft, die ihn aufnimmt, erforscht, zivilisiert und öffentlich ausstellt. Im Dezember 1833, im Alter von 21 Jahren, wird er erstochen. Der Mörder flieht, sein Motiv bleibt unbekannt. Das Stück erzählt eine der ergreifendsten Jugendbiographien der europäischen Geschichte und stellt Fragen nach der Identität, der Erziehung und dem Umgang der Öffentlichkeit mit einem Menschen, dessen Schicksal beispiellos ist.

ab 12 Jahren

Inszenierung: Olga Wildgruber

Ausstattung: Claudia Rüll Calame-Rosset

Es spielen: Sabine Christiane Dotzer, Stela M. Katic, Hanif Jeremy Idris, Martin Frolowitz, Tobias Strobel

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