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Uraufführung: IM RÜCKEN DIE STADT von Thomas Freyer, Maxim Gorki Theater Berlin

Premiere 30. Januar 2010 um 20.15 Uhr im Gorki Studio

Welche Lebenspläne existieren an den Orten, wo es keine Arbeit und keine Zukunft mehr zu geben scheint? Wer redet von den Leerstellen und Verlusten und wer lehnt sich dagegen auf?

Ina studiert in der Metropole. Zum Geburtstag des Großvaters muss sie für einen Anstandsbesuch zu ihrer Familie in die Heimatstadt zurück. Im Spiegel der eigenen Lebensplanung kreisen die Stimmen der Älteren über den Wert und Charakter von Arbeit und Leben, die es so längst nicht mehr gibt.

Ein Stückauftrag im Rahmen des Projektes Über Leben im Umbruch

Gefördert von der Initiative „Geisteswissenschaften im gesellschaftlichen Dialog“ des BMBF

Mit der Premiere von IM RÜCKEN DIE STADT startet die Uraufführungsreihe ÜBER LEBEN IM UMBRUCH. In einem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt haben seit dem Sommer 2006 Wissenschaftler den Auswirkungen von Strukturwandel und Deindustrialisierung auf das soziale Gefüge der Stadt Wittenberge untersucht. Wittenberge in der Prignitz, auf halbem Wege zwischen Hamburg und Berlin gelegen, hat infolge des sozioökonomischen Umbruchs nach 1989 mit der Schließung seiner klassischen Industriebetriebe Tausende von Arbeitsplätzen und fast die Hälfte seiner Bevölkerung verloren.

Im Auftrag des MGT Berlin schrieben die Autoren Fritz Kater, Thomas Freyer, Philipp Löhle und Juliane Kann Theaterstücke, die auf die Analysen der Sozialwissenschaftler unmittelbar Bezug nehmen. Wo die Forscher auf Exklusion, Fragmentierung, Schrumpfung stoßen, finden die Dramatiker Zurückgebliebene, Wiederkehrer und eine Stadt, die im Fieber liegt. Bis Anfang Juni 2010 werden die Ergebnisse dieser einmaligen transdisziplinären Zusammenarbeit öffentlich vorgestellt.

Es spielen: Britta Hammelstein, Ruth Reinecke; Ulrich Anschütz, Wilhelm Eilers, Jörg Kleemann, Leon Ullrich, Jörg-Martin Wagner

Regie: Nora Schlocker Bühne: Natascha von Steiger Kostüme: Marie Roth Musik: Jörg-Martin Wagner, Dramaturgie: Andrea Koschwitz

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