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URAUFFÜHRUNG: DIE MÖGLICHKEIT EINER INSEL im Theater Freiburg

29.09.2006

Schauspiel nach Michel Houellebecq

Premiere Samstag, 7.10.2006, 20.00 Uhr, Kleines Haus.

Nur der Neomensch hat überlebt – geklont und unsterblich. Die menschlichen Körper und ihre Sexualität sind inzwischen unwesentlich geworden: Neomenschen leben als Monaden vor ihren Bildschirmen und timen ihr Lebensende rechtzeitig bevor irgendwelche Störungen auftreten. Weinen und Lachen sind weggezüchtet.

Daniel lebt in einer fernen Zukunft. Er ist ein Neomensch der vierundzwanzigsten Generation, der auf den Lebensbericht von Daniel1, seinen genetischen Prototyp, einen Mensch unserer Gegenwart, zurückblickt. Daniel1 war ein Komiker, der in sei-nen Sketchen mit zynisch-präzisen Beobachtungen die Tabus un-serer Gesellschaft offen legte. Daniel24, als Neomensch zu Ge-fühlsäußerungen wie Lachen und Weinen nicht mehr in der Lage, lebt vor seinem Bildschirm ohne menschlichen Kontakt, Wasser und Mineralien sichern sein Überleben. Verwundert versucht er, diese für ihn so barbarische Gesellschaft mit ihrer hysteri-schen Angst vor dem Altern, der obsessiven Suche nach sexuel-ler Befriedigung und dem verbissenen Kampf um die verbleiben-den Ressourcen zu verstehen. Doch ist der Neomensch dem alten Menschen wirklich überlegen?

Michel Houellebecq, Gott des „kitsch dépressif“, wirft einen polemischen Blick aus der Zukunft auf unsere selbstzerstöreri-sche Gesellschaft und findet eine Formel für menschliche Sehn-sucht: die Möglichkeit einer Insel.

Regie Jarg Pataki

Bühne Philip Bußmann

Kostüme Daniela Selig

Musik Robert Merdzo

Dramaturgie Viola Hasselberg/ Anita Kerzmann

Mit: Johanna Eiworth Anna Geering

Britta Hammelstein Jens Bohnsack

Thomas Mehlhorn Florian Schmidt-Gahlen

weitere Termine: 10.10., 13.10., 19.10., 20.10., 22.10.2006

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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