Das Regie-Team David Czesienski und Robert Hartmann hat erst kürzlich sein Diplom an der HFS
Ernst Busch absolviert und ist mit Arbeiten wie Ibsens „Ein Volksfeind“ und Presnjakows „Vor der
Sintflut“ am bat in Berlin fast kein Geheimtipp mehr. In Halle werden die jungen Regisseure mit ihrer
schon jetzt beeindruckenden Handschrift einen Vorgeschmack auf die folgenden „Kammer“-Stücke
geben.
Dazu gibt die Farce über ein Designer-Ehepaar, das auf den Namen Baader hört, die richtige Vorlage.
Baader arbeitet sich bei „Messerschlitz und Söhne“ nach oben. Gudrun steckt das Geld in das
Ersatzteillager ihres Körpers. Denn sie will nicht nur reich, sondern auch ewig schön sein. Ein Kind
muss die Lebenspläne komplettieren. Der werdende Vater allerdings ist die Sekretärin von Baader…
Von Terrorismus keine Spur. Das Dolce Vita des Großbürgertums hat beide infiziert. Auf jeden Fall
polarisieren sie als Mythen der westlichen, kapitalistischen Welt nach wie vor das politische
Gedächtnis der Deutschen.
Regie und Bühne: David Czesienski und Robert Hartmann (Prinzip – Gonzo)
Mit: Martin Reik (Andreas Baader), Bettina Schnieder (Gurdrun), Alexander Pensel (Carsten
Brandau)
Die nächsten Vorstellungen: 18., 23. und 24.9.2011, jeweils 20.00 Uhr
Ticketpreise: Premiere 20,- € (erm. 10,- €)
weitere Vorstellungen: 15 € (7,50 € Schüler, Studierende, Azubis)

