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Uraufführung: "Das Mädchen aus der Streichholzfabrik" im Mainfranken Theater Würzburg

06.12.2010

Nach dem gleichnamigen Film von Aki Kaurismäki

Premiere 12. Dezember 2010 | 20.00 Uhr | Kammerspiele

Durch die Arbeit in einer Streichholzfabrik, die darin besteht zu kontrollieren, ob die Etiketten der maschinell hergestellten Streichholzschachteln verrutscht sind, sichert sich Iris ein Auskommen für ihre Familie und sich.

Aus der Leere ihres Lebens bricht sie mit Arne aus, doch nach dieser Nacht, seit der ein Kind in ihrem Bauch heranwächst, stößt sie in das Schweigen zurück. Wortlos überreicht Arne Iris einen Scheck für die Abtreibung, um sie dann nie mehr sehen zu müssen.

Franziska Theresa Schütz entwickelt auf Grundlage des Films eine Inszenierung, die fast gänzlich ohne Worte auskommt. Sie stellt so die Einsamkeit und Sprachlosigkeit der Figuren in den Mittelpunkt ihres inszenatorischen Zugriffs und versucht den Gründen für diese Einsamkeit in einer Welt des Überflusses nachzuspüren. Dies leistet sie durch eine quälend präzise Analyse des Alltags der Figuren, die in einem hyperrealistischen Bühnenraum agieren.

Aki Kaurismäkis Film wurde 1989 als Teil der so genannten „Proletarischen Trilogie“ produziert und greift die Thematik des Märchens „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von Hans Christian Andersen auf. Ausgehend von der Geschichte des Mädchens, das in einer Silvesternacht auf der Straße erfriert, weil es sich so sehr vor seinem Vater fürchtet, entwickelte der finnische Filmemacher eine verstörend-traurige zeitgenössische Version des Stoffes.

Inszenierung und Bühne: Franziska-Theresa Schütz

Kostüme: Kristopher Kempf

Dramaturgie: Kai Tuchmann

Mutter: Maria Brendel

Vater: Klaus Müller-Beck

Iris: Christina Theresa Motsch

Iris Bruder: Robin Bohn

Arne: Christian Taubenheim

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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