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"Spieltrieb" - Uraufführung am 16.3. im Deutschen Theater Hamburg

10.03.2006

Stück von Bernhard Studlar nach dem Roman von Juli Zeh

Welche Möglichkeiten der Orientierung, welche Grenzen gibt es in einer Welt, die den Tod Gottes zu verkraften hat, in der alles möglich scheint und Werte und Moral nur noch Devotionalien einer längst vergangenen Ordnung sind? Ada, vierzehn Jahre alt, ist neu an der Privatschule „Ernst-Bloch“. Sie gilt als schwererziehbar, aber auch als hochbegabt, sie hat keine Wünsche, keine Überzeugungen, geschweige denn Ideale. Aber Ada ist alles andere als depressiv, sie ist lediglich Teil einer Generation, in der nüchterner Pragmatismus an die Stelle von lästiger Moral getreten ist. Gemeinsam mit ihrem Schulkameraden Alev beginnt sie ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit ihrem Lehrer Smutek, das in grausamer Erpressung gipfelt.

Dabei treibt die selbst ernannten „Urenkel der Nihilisten“ nicht die Gier nach Geld und Macht, sondern einzig die Befriedigung ihres Spieltriebs an. Wenn aber der Spieltrieb einzig verbleibender Antrieb ist, wer kann dann noch sagen, wer gut und böse ist? Und welche Möglichkeiten der Orientierung, welche Grenzen gibt es in einer Welt, die den Tod Gottes längst verkraftet hat, in der alles möglich scheint und Werte und Moral nur noch Devotionalien einer vergangenen Ordnung sind?

Die einunddreißigjährige Erfolgsautorin Juli Zeh („Adler und Engel“) hat mit diesem Roman ein mitreißendes Porträt über eine Generation geschrieben, die der grenzenlosen Freiheit unserer Gesellschaft eigene Spielregeln entgegensetzt.

Regie: Roger Vontobel / Bühne: Petra Winterer / Kostüme: Dagmar Fabisch / Video: Dirk Hermeyer /

Licht: Andreas Juchheim / Dramaturgie: Nicola Bramkamp

Es spielen: Marco Albrecht, Gernot Grünewald, Irene Kugler, Max Mayer, Jana Schulz, Monique Schwitter, Jürgen Uter

Premiere: 16. März 2006, Beginn um 20 Uhr, Malersaal

weiterer Termin im März: 18.03.

Eintrittspreise: 7,50 / 14,50 €

Karten: Telefon 040. 24871-3 (mo-sa, 10-19 Uhr) oder online buchen unter www.schauspielhaus.de

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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