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Späte Gegend

10.03.2005

von Lida Winiewicz

Aus Anlass des Gedenkens an den 65. Jahrestag des Anschlusses Österreichs an Deutschland wird am Volkstheater eine Produktion aus 1993 neu einstudiert, die österreichische Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts zu einem spannenden Theatererlebnis verwandelt. Der profilierten Autorin Lida Winiewicz ist es gelungen, aus zwei packend geschilderten Frauenschicksalen ein Geschichtspanorama zu machen.

Das Schicksal eines Landes besteht aus Einzelschicksalen,

kaum je bewahrt, fast nie beschrieben. Und doch machen gerade sie Geschichte plastisch und gegenwärtig. Zwei Frauen erzählen aus ihrem Leben – eine Bäuerin, Kleinhäuslerstochter, und

eine Städterin, höhere Tochter. Zwei Frauen kommen zu Wort, die nichts verbindet außer Ort und Zeit ihres Lebens. Denkbar verschieden erleben sie die Schicksalsjahre Österreichs im vergangenen Jahrhundert: den Zusammenbruch der ersten Republik, den „Anschluss“, den Terror, die Befreiung.

„Späte Gegend“ ist kein Theaterstück, sondern ein Stück Text, genau genommen zwei Texte – die Geschichte der Bäuerin stammt aus dem Roman „Späte Gegend“ von Lida Winiewicz, die Erzählung der Städterin hat sie ergänzend für das Volkstheater zur Uraufführung im Jahre 1993 geschrieben. Der Abend war ein großartiger Erfolg bei Presse und Publikum, wurde im Jahr darauf auch im Volkstheater in den Außenbezirken gespielt und am Münchner Volkstheater (mit Ruth Drexel und Christine Ostermayer) zum Dauerbrenner.

Die mit zahlreichen Bühnen- und Fernsehstücken international erfolgreiche Autorin verbindet Literatur und Zeitgeschichte zwingend zu einem eindringlichen Erlebnis.

Premiere Donnerstag, 13. März 2003, 20.00 Uhr

Volkstheater Ges.m.b.H., Neustiftgasse 1, Am Weghuberpark, A-1070 Wien

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