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Schlossfestspiele Ettlingen: AMADEUS von Peter Shaffer

29.06.2007

Premiere, 5. Juli, 20.30 Uhr, Schlosshof.

Salieri liegt im Sterben. Mozart ist längst tot. – „Salieri – Mörder“ raunt und hallt es da plötzlich durch die nächtlichen Gassen Wiens. Ein Skandal!

In seiner Sterbenacht bezichtigt Antonio Salieri, einst Hofkomponist und

Hofkapell-meister am österreichischen Hof in Wien, sich selbst, Mozart

ermordet zu haben.

In Rückblenden wird nun die Geschichte Mozarts und sein trauriges Ende

aufgerollt. Doch nicht, wie wir sie aus Geschichtsbüchern und Lexikas

kennen; sein Wider-sacher Salieri erzählt. Am Ende muß er selbst vor dem

Genie Mozart, das er als einziger erkannt und bewußt unterdrückt hatte,

kapitulieren. Und so gerät die Abrech-nung zu einer einzigen Hommage an die

Musik und die Genialität Mozarts, die alle Mittelmäßigen zu Mittätern

werden läßt.

Die spannende und zugleich amüsante Geschichte mit überraschenden Wendungen und Deutungen ist gleichzeitig eine unterhaltsame interessante Einführung in die Musikgeschichte; man lernt Mozarts Werke durch (von Salieri

kommentierte) Einspielungen neu kennen, verstehen, nachempfinden und

lieben.

Peter Shaffer gelang mit seinem Theaterstück über Mozart und seinen

Rivalen Salieri ein Theatercoup zum Thema Genie und Mittelmäßigkeit. Es

verbindet die Liebe zur Musik (Wolfgang Amadeus Mozarts) mit einer

einzigartigen gelungenen Mischung an Unterhaltung, Dramatik und Geschichte.

„Amadeus“ ist eines der besten und erfolgreichsten modernen Stücke. 1979

hatte es in London seine umjubelte Uraufführung, 1980 war es ein Hit am

Broadway und seit 1981 wurde und wird es weltweit an unzähligen Bühnen

gespielt.

Regie: Heinz Trixner, Musikalische Leitung: Jürgen Voigt

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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