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Schauspielhaus Graz: HEXENJAGD von Arthur Miller

16.09.2010

Premiere am 23. September 2010 um 19.30 Uhr, Hauptbühne

In Salem regiert die Angst: Nachdem einige Mädchen dabei erwischt wurden, wie sie im Wald nackt getanzt haben, bricht in der engstirnig-puritanischen Gemeinde ein Wahn aus.

Er wird zum Tod von unzähligen Mitbürgern führen, die, befördert durch eine tendenziöse Justizbehörde, schnell des Teufels bezichtigt werden. Um sich vor Strafe zu schützen, kontrollieren die Mädchen mit aggressiver Taktik die systematische Liquidierung der Bevölkerung – unterstützt durch Zivilisten, die in Anbetracht der Gefährdung ihrer eigenen Existenz Religion als Mordwaffe missbrauchen. Im Zentrum der Anklage stehen der Bauer John Proctor und dessen Gattin Elisabeth, die trotz ihrer Aufrichtigkeit und Integrität dieser Welle unkontrollierbarer Irrationalität machtlos gegenüberstehen.

Der große amerikanische Denker und Moralist Arthur Miller, ein kritischer Befrager der westlichen Gesellschaft, legt in seinem wichtigsten Stück die grundlegenden Mechanismen menschlichen Zusammenlebens offen. Mit dramatischer Wucht beweist er, in welcher Geschwindigkeit bis heute Zivilisation aufgrund von Eigennutz, unkritisch behandelten Dogmen und verfehlter Erziehung aus den Fugen gerät.

Anna Badora eröffnet mit diesem großen Ensemblestück die fünfte Spielzeit ihrer Intendanz am Schauspielhaus Graz und setzt nach Verbrennungen ihre Beschäftigung mit modernen Tragödien des 20. Jahrhunderts fort.

Inszenierung Anna Badora

Bühne Raimund Orfeo Voigt

Kostüme Andrea Kovács

Musik Gerd Bessler

Dramaturgie Andreas Karlaganis

Mit Otto David, Thomas Frank, Pia Luise Händler, Katharina Klar, Florian Köhler, Steffi Krautz, Matthias Ohner, Mercy Otieno, Gerti Pall, Seraphine Rastl, Sebastian Reiß, Stefan Suske, Jan Thümer, sowie Ingrid Adler, Meret Engelhardt, Sarah Zaharanski und Violetta Zupancic (Studentinnen des Instituts für Schauspiel der KUG Graz)

Weitere Vorstellungen am 25. und 29. September sowie am 1., 6., 7. und 12. Oktober 2010, jeweils 19.30 Uhr, Hauptbühne

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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