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"Rigoletto" von Giuseppe Verdi - Städtische Theater Chemnitz

Premiere am 1. Juni 2024, 19.30 Uhr, Opernhaus Chemnitz

30.05.2024
Kategorien: Deutschland, News, Oper

Possenreißer und Außenseiter, geißelnder Spötter und Zielscheibe von Spott – Rigoletto, der Narr am Hof von Mantua, ist Opfer und Täter zugleich, eine verletzte Seele, die andere verletzt. Seine spitze Zunge scheint keine Grenzen zu kennen. Als er Monterone, dessen Tochter der Herzog verführte, schmäht, wähnt er sich auf der sicheren Seite. Doch als Monterone ihn verflucht, trifft Rigoletto dies an seiner verwundbarsten Stelle: Der Narr ist selbst Vater und behütet seine geliebte Tochter argwöhnisch.

© Nasser Hashemi

Dass Gilda eigene Wege geht, kann er dennoch nicht verhindern. Wie es das Schicksal will, ist der vermeintliche Student, durch den ihre Liebe erwacht, kein anderer als der Herzog. Zu spät erkennt Rigoletto, was sich hinter seinem Rücken abspielt. Unbedarft tappt er in die Falle, die ihm seine Feinde am Hof stellen. Als Rigoletto begreift, dass seine Tochter bereits dem Herzog in die Hände fiel, packt ihn maßloses Verlangen nach Vergeltung. Der skrupellose Verführer soll sterben und Gilda dessen wahren Charakter erkennen. Doch Gildas Liebe bringt Rigolettos Racheplan zum Scheitern. Statt den Tod des Verführers bewirkt der Narr den Tod des eigenen Kindes. Während er die Sterbende findet, lebt der Herzog unbeschwert weiter. So erfüllt sich Monterones Fluch.

Mit einer Musik, die die packende Handlung kontrastreich und äußerst wirkungsvoll ausgestaltet, gilt Rigoletto als Verdis erstes Meisterwerk. Regisseur Aron Stiehl, seit 2020 Intendant des Stadttheaters Klagenfurt, lenkt bei seinem Chemnitz-Debüt den Fokus auf die Beziehung zwischen einem von Verlustängsten getriebenen Vater und dessen nach Emanzipation strebender jugendlicher Tochter.

Libretto von Francesco Maria Piave
Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 

Musikalische Leitung
Friedrich Praetorius
Inszenierung
Aron Stiehl
Bühne und Kostüme
Frank Philipp Schlößmann
Musikalische Einstudierung des Chores
Konrad Schöbel
Dramaturgie
Johannes Frohnsdorf

Herzog von Mantua
Daniel Pataky
Rigoletto, sein Hofnarr
Markus Marquardt
Gilda, dessen Tochter
Akiho Tsujii
Giovanna, Gildas Gesellschafterin
Marlen Bieber (01.06. / 14.06.)
Paula Meisinger (08.06. / 19.06.)
Graf von Monterone
Felix Rohleder (01.06. / 14.06.)
Johann Kalvelage (08.06.)
Graf Ceprano
Gerry Zimmermann
Matthias Repovs
Gräfin Ceprano
Kurumi Sueyoshi
Marullo, ein Kavalier
Jakob Ewert
Borsa, ein Höfling
Thomas Kiechle (08.06. / 19.06.)
David Sitka (01.06. / 14.06.)
Sparafucile, ein Mörder
Alexander Kiechle
Johann Kalvelage (19.06.)
Maddalena, dessen Schwester
Marlen Bieber (08.06. / 19.06.)
Paula Meisinger (01.06. / 14.06.)
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Etienne Walch
Ein Gerichtsdiener
Jörg Kersten
Serge Novique
Herren des Opernchores der Theater Chemnitz
Robert-Schumann-Philharmonie
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