Jelinek verwandelt in ihren Textflächen phantastische Märchenvisionen in eine universelle Lebenserfahrung. Das Schicksal der Frauenfiguren wird zum Anlass, um über Wahrheit, Politik, Kunst und Patriachat zu philosophieren. Die Quintessenz ist eine Macht und Mentalitätsgeschichte der Geschlechter; mal bitterernst, mal entlarvend selbstironisch.
Mit
Gaia Vogel
Dorothée Neff
Regie
Julia Prechsl
Dramaturgie
Jascha Fendel
Bühne
Birgit Leitzinger
Kostüme
Birgit Leitzinger
Musik
Fiete Wachholtz
Do, 31.1.2019
20:00 Uhr
Sa, 2.2.2019
20:00 Uhr
Di, 19.2.2019
20:00 Uhr
"Prinzessinnendramen" - Der Tod und das Mädchen I-IV - von Elfriede Jelinek - Deutsches Theater in Göttingen
Premiere| Fr, 25.1.2019 | 20.00 Uhr | DT – 2
18.01.2019
Wenn Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek beschließt Prinzessinnen eine Stimme zu verleihen, wachsen die Märchenfiguren zu emanzipierten Frauen heran. Sie nehmen ihr Schicksal nicht billigenden in Kauf, sondern hinterfragen es: Um den Moment des Todes kreisend sucht Jelineks Schneewittchen nach Wahrheit jenseits ihrer Schönheit. Hinter den sieben Bergen findet sie jedoch nur den Tod in Gestalt eines Jägers. Dornröschen erwacht ungeküsst und ist auf der Suche nach sich selbst. Sie findet jedoch nur einen Prinzen, der sich aufgrund seiner vermeintlichen Gabe des Wachküssens für einen Gott hält.

