Theaterkompass.de Logo

"Parzival" in den Münchner Kammerspielen

28.05.2007

Ein Projekt nach Motiven von Wolfram von Eschenbach,

Premiere am Samstag, 2. Juni 2007, um 20.00 im Neuen Haus.

Die Entwicklung Parzivals vom "bewusst-losen", ungeschliffenen Menschen, der, wo er hinkommt, durch Unwissenheit Leid und Tod verbreitet, hin zu einem verantwortungsbewussten Mitglied der Artus-Gesellschaft, einem tapferen, erfolgreichen Ritter, ist ein wesentlicher Teil der Erzählung um Parzival.

Hinzu kommt die geheimnisvolle Tragödie um den Gral: Anfortas, der Gralskönig leidet unsägliche Qualen durch eine tödliche Wunde, um ihn herum leidet die gesamte Gesellschaft auf der Burg Munsalvaesche und wartet mit ihm auf Erlösung. Parzival, vom Gral auserwählt, verspielt die Chance, den Leidenden zu helfen. Er wird verstoßen. Das Christliche Motiv der "Welt-Erlösung" durch Anteilnahme, Mitleid, Nächstenliebe, und die Tatsache, dass der einzelne Mensch aus Freiheit zur Erlösung, man könnte auch sagen zur Veränderung, berufen ist, spielt für Christiane Pohle eine zentrale Rolle in der Auseinandersetzung mit Parzival. Was ist es, das uns in unserer Welt-Umgebung am schmerzlichsten fehlt? Wo und was ist unsere "Welt-Wunde"? Was ist unser Gral? Die Zuschauer werden in der näheren Umgebung der Kammerspiele an unterschiedlichen Stationen zentralen Motiven aus der Parzival-Geschichte begegnen. Treffpunkt und Beginn ist in der Kassenhalle Neues Haus.

Regie Christiane Pohle

Musikalischer Leiter Gerd Kötter

Dramaturgie Matthias Günther

Video Robert Lehniger

Licht Jürgen Tulzer

Christiane Pohle geboren 1969, inszeniert am Wiener Burgtheater, der Berliner Volksbühne, dem Schauspielhaus Zürich, dem Thalia Theater Hamburg und regelmäßig an den Münchner Kammerspielen, wo die Arbeiten "Da kommt noch wer", "Fünf Goldringe" und in der letzten Spielzeit das musikalische Projekt "Wir werden siegen! Und das ist erst der Anfang" von PeterLicht und "Die Räuber nach Schiller" entstanden.

Mit

Anna Böger

Peter Brombacher

René Dumont

Walter Hess

Stefan Merki

Lasse Myhr

Thomas Schmauser

Edmund Telgenkämper

Weitere Informationen zu diesem Beitrag



Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

Teile den Beitrag auf

Background image of the page