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Österreichische Erstaufführung: "Corpus Delicti" von Juli Zeh, Wiener Fassung von Andrea Hügli, Theater Drachengasse Wien

24.04.2013

2. Mai – 15. Juni 2013, Di-Sa um 20 Uhr. -----

Im Gegensatz zum Menschen lässt sich jede Saftpresse aufklappen und in ihre Einzelteile zerlegen. Säubern, reparieren, wieder zusammenbauen.

Wir schreiben das Jahr 2057. Mia Holl hat ihren Ernährungsbericht nicht abgegeben, die Bakterienkonzentration in ihrer Wohnung steigt an, und ihre sportliche Leistungskurve ist eingebrochen. Damit macht sie sich der methodenfeindlichen Umtriebe schuldig. Denn alle Krankheiten sind ausgerottet und das kann nur durch vollständige Kontrolle aller Bürger so bleiben. Da gibt es kein Pardon. Auch wenn Mia meint, sie bräuchte nach dem Selbstmord ihres Bruders Moritz nur ein wenig Ruhe.

Der Staat kann nicht zulassen, dass Gefühle statt gesundem Menschenverstand ihr Leben bestimmen oder sie gar zu einer Sympathisantin der R.A.K. machen, die das Recht auf Krankheit fordert. Jetzt, wo sie durch den Verlust von Moritz ihre besondere Begabung für Schmerz entdeckt hat, ist die Gefahr dafür zu groß: Mia wird angeklagt.

Eigenproduktion Theater Drachengasse

Wiener Fassung, Regie: Andrea Hügli

Bühne, Kostüm: Nikolaus Granbacher

Visuals: David Hofer

Musik: Moritz Rauter, David Hofer

Regieassistenz: Josefine Knauschner Hospitanz: Julia Sprenger

Es spielen: Melanie Herbe, Volker König, Tamara Stern, Dirk Warme

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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