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Oper in MÜnster: "L’elisir d’amore" von Gaetano Donizetti

15.02.2007
Kategorien: Deutschland, News

Premiere: Samstag, 24. Februar 2007, Großes Haus der Städtischen Bühnen.

Gaetano Donizetti (1797–1848), der in 26 Schaffensjahren annähernd 70 Bühnenwerke komponierte, hat mit "L'elisir d'amore" eine zutiefst romantische und einfühlsame Musik-Komödie geschaffen, die nicht nur bis heute ihren festen Platz im Opernrepertoire hat, sondern zu den absoluten Höhepunkten der sogenannten italienischen Belcanto-Schule gehört.

Donizettis Textdichter Felice Romani ließ sich beim Textbuch von der Oper "Le philtre" von Eugène Scribe und Francois Auber anregen, die ein Jahr vor dem "Liebestrank" 1831 in Paris uraufgeführt wurde. Bemerkenswert ist in diesem eher lyrischen Werk voller blühender Melodik die Parodie auf den "Tristan und Isolde"-Mythos. Wagners weltberühmte Variante entstand erst circa dreißig Jahre später.

Der gutmütige und etwas einfältige Bauer Nemorino liebt aufrichtig die kokette Pächterin Adina. Da es ihm aber an Selbstbewusstsein fehlt, die junge Frau zu umwerben, macht der temperamentvolle Sergeant Belcore Adina den Hof. Doch als Adina dem ungeschickten Bauern die Geschichte von Tristan und Isolde vorliest, bei der ein Zaubertrank die Liebenden zusammenführt, kommt Nemorino eine Idee. Er wendet sich an den Quacksalber Dulcamara, der ein hochwirksames Liebeselixier anpreist, das unwiderstehlich machen soll. Für sein gesamtes Vermögen ersteigert Nemorino beim selbsternannten Wunderdoktor den ersehnten Liebestrank. Dass es sich in Wahrheit um eine Flasche billigen Rotweins handelt, tut der Wirkung keinen Abbruch. Als Adina erfährt, welches Opfer Nemorino für ihre Liebe gebracht hat, gibt sie Belcore den Laufpass.

"Der Liebestrank" verbindet das Possenhafte, Handfeste und Witzige einer typischen Buffo-Oper (Dulcamara-Szenen) mit einer zarten und kunstvollen Musik, die fast nie einen lärmenden, sondern nahezu durchgängig einen zierlichen Gestus aufweist. Für die Schwierigkeiten, jemanden von der Wahrhaftigkeit seines Gefühls zu überzeugen, findet Donizetti eine eigene filigrane Musiksprache. Zur ungebrochenen Popularität der Oper hat nicht zuletzt der Tenorhit "Una furtiva lagrima" beigetragen. Nemorinos Arie fehlt auf nahezu keiner Operngala oder keinem Opernkonzert und fast alle großen Tenöre von Enrico Caruso bis Luciano Pavarotti haben unzählige Male das tenorale Prachtstück auf Tonträger aufgenommen.

Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann

Regie: Wolfgang Quetes    

Bühne und Kostüme: Manfred Kaderk                            

Chöre: Peter Heinrich

Dramaturgie: Matthias Heilmann

Mitwirkende: Julia Neumann/ N.N. (Adina, reiche und launische Pächterin), Juhan Tralla  (Nemorino, einfältiger junger Bauer, in Adina verliebt), Jaroslaw Sielicki/ N.N. (Belcore, im Dorf einquartierter Sergeant), Plamen Hidjov  (Dulcamara, reisender Quacksalber), N.N. (Giannetta, Bauernmädchen)                                     

Chor der Städtischen Bühnen Münster

Statisterie der Städtischen Bühnen Münster

Sinfonieorchester Münster

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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