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Oldenburgisches Staatstheater: Giuseppe Verdis "Falstaff"

Premiere Sa 27. September 2014 um 19.30 Uhr im Großen Haus. -----

„Tutto nel mondo è burla, l'uom è nato burlone," ... schallt es am Ende aus allen Kehlen: „Alles ist Spaß auf Erden, der Mensch als Narr geboren." — Nach zahllosen leidenschaftlichen Musikdramen und nicht zuletzt seinem an Dramatik sicherlich nicht zu überbietenden ‚Otello‘ wendet sich Giuseppe Verdi in seiner letzten Oper der Komödie zu.

 

Es ist die Shakespearesche Geschichte um Sir John Falstaff, den alternden, bankrotten Ritter und Schürzenjäger, die das Interesse des mittlerweile betagten Komponisten auf sich zieht und die er mit beispiellosem Humor und nicht zu übertreffender Vitalität auf die Bühne bringt. Anders als Otto Nicolai jedoch, der in seinen ,Lustigen Weibern von Windsor‘ Jahrzehnte zuvor ganz auf burleske Komik setzt und Falstaff als letztendlich lächerlichen Typen zeigt, verleiht Verdi diesem – in kongenialer Partnerschaft mit seinem Librettisten Boito – ein überaus menschliches Gesicht.

 

Falstaff ist in Geldnöten und versucht seine Kasse durch Amouren mit reichen Bürgersfrauen wieder zu füllen, was auf ihn gleichzeitig wie ein Jungbrunnen wirkt.

 

Die Damen, eigentlich auf die Verteidigung ihrer Ehre bedacht, gewinnen durchaus Spaß am erotischen Spiel mit dem verliebten Ritter, was wiederum ihre eifersüchtigen Ehemänner auf die Palme bringt.

 

Es menschelt allerorten. Als am Ende nach einer nächtlichen Spukszene, in der Shakespeares ,Sommernachtstraum‘ mit all seinen Liebeswirren, Täuschungen und Enttäuschungen förmlich greifbar erscheint, die Masken fallen, gibt es keine Gewinner und Verlierer. Nur eines ist klar: „Tutto nel mondo è burla …"

 

Lyrische Komödie in drei Akten

Libretto — Arrigo Boito

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Roger Epple;

Regie: Tom Ryser;

Bühne und Kostüme: Stefan Rieckhoff;

Chor: Thomas Bönisch

 

Mit: Nina Bernsteiner/ Valda Wilson, Anna Avakyan/ Alexandra Scherrmann, Yulia Sokolik, Melanie Lang; Marco Chingari, Daniel Moon/ Richard Morrison, Nicola Amodio/ Philipp Kapeller, Paul Brady/ Henry Kiichli/ Karel Martin Ludvik, Alexander Murashov, Mykola Pavlenko

 

Chor, Oldenburgisches Staatsorchester

 

Weitere Vorstellungen: Di 30. September; Fr 3., So 5., Fr 10., So 12. und Sa 18. Oktober

 

 

 

 

 

 

 

 

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