
„Alles, was uns am stärksten quält und in den Wahnsinn treibt; alles, was im Bodensatz des Lebens rührt; alle Wahrheit, die Arglist einschließt; alles, was die Sehnen zerreißt und das Hirn verhärtet; all das kaum merklich Dämonische am Leben und Denken; alles Böse schien dem irrsinnigen Ahab in Moby Dick sichtbar verkörpert und leibhaftig angreifbar.“ Gemeinsam begeben sie sich auf die Reise, eine Todesfahrt.
Herman Melville, selbst als Matrose auf Walfang gegangen, führt in den 135 Kapiteln seines 1851 erschienenen Romans den Leser an die Grenzen des Seins, dem Gehorsam an Bord und der Willkür der Natur ausgesetzt. Zugleich handelt es sich dabei um ein Kompendium philosophischer, mythologischer, kunstgeschichtlicher und naturwissenschaftlicher Betrachtungen.
Die Schauspielerin und Regisseurin Anita Vulesica, zuletzt für ihre Inszenierung von Bonn Parks Das Knurren der Milchstraße (Universität Mozarteum Salzburg) beim Schauspielschultreffen 2018 in Graz mit dem Ensemble-Preis und dem Preis der Studierenden ausgezeichnet, inszeniert Moby Dick mit fünf Studentinnen der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Als Frauenteam bezwingen sie den legendären Stoff, den Abenteuerroman als Inbegriff männlicher Machtausübung und stellen sich der Frage: Wofür steht der Wal? – als Topos einer tiefsitzenden Kränkung, Versehrtheit oder einer unstillbaren Sehnsucht?
Koproduktion mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch
Besetzung
Mit: Therese Lösch, Eva Maria Nikolaus, Sarah Quarshie, Milena Schedle, Julia Zupanc
Regie: Anita Vulesica
Bühne & Kostüme: Anna Brandstätter
Musik: Friederike Bernhardt
Choreographie: Annelie Andre
Dramaturgie: Degna Martens
10.01.19, 20:00
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11.01.19, 20:00
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12.01.19, 18:00
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