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„Meister & Margarita“ von Michail Bulgakow im THEATER HEIDELBERG

Premiere: 18.4.2010, 20.00, ab 16, Treffpunkt Lounge am Opernzelt

Inspiriert von Goethes „Faust“, hat Bulgakow seinem berühmten Werk nicht nur die Worte „Nun gut, wer bist du denn? – Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft“ als Motto vorangestellt, es gibt auch Parallelen in Handlung und Figuren.

Die Frage nach der Existenz Gottes oder einer anderen schicksalslenkenden Macht beschäftigte den russischen Schriftsteller, den das stalinistische Regime diffamierte und drangsalierte, aber nicht ausreisen ließ. Michael Schwyter interessiert sich nun aus heutiger Sicht für diese Frage und Bulgakows Auseinandersetzung damit. Der Schauspieler, Regisseur und Pup-penbauer hat den überbordenden Stoff für die Bühne bearbeitet, wobei er die Bühne für sei-ne Inszenierung an ungewöhnlichen Orten gesucht und diese rund um das Opernzelt auch gefunden hat.

Ein gutes Dutzend ausdrucksstarke Figuren hat Michael Schwyter geschaffen und schlüpft selbst in die Rolle des Meisters, um die furiose Geschichte von „Meister & Margarita“ mit theatralischen Mitteln zu erzählen. Seine Fassung des berühmten Romans nimmt die Zuschauer mit auf eine Theaterreise, die in einem LKW vor dem Opernzelt beginnt und auch in den Schlauchturm der alten Feuerwache führt. Aus diesem Grund sind die Sitzplätze unkonventi-onell, die Zuschauerzahl begrenzt und Abendgarderobe nicht empfehlenswert. Dafür befin-det sich das Publikum aber mittendrin, wenn der Leibhaftige Moskau heimsucht und mit Margarita und dem Meister eine Höllenparty feiert – ein außergewöhnliches Theatererlebnis, nicht nur für Bulgakow-Fans!

An einem schönen Frühlingstag im kommunistischen Moskau der 1920er Jahre führen ein linientreuer Redakteur und ein junger Lyriker eine gepflegte, atheistische Unterhaltung, in die sich plötzlich ein sehr sonderbarer Herr einmischt. Dies ist der Auftakt zu einer Reihe von unglaublichen, fantastischen und schaurigen Geschehnissen. Denn der sonderbare Fremde, der sich Voland nennt, ist kein anderer als der Teufel höchstpersönlich. Mit seinem diaboli-schen Gefolge treibt er fortan sein Unwesen in der Stadt und stürzt die Menschen in Verwir-rung und Unglück – mit Ausnahme eines glücklosen Schriftstellers und seiner ehemaligen Geliebten, des Meisters und Margarita.

Figurentheater von Michael Schwyter nach Bulgakow

Uraufführung am OPERNZELT

Bühnenfassung, Regie, Bühne, Kostüme, Figurenbau & Spiel Michael Schwyter Mit Michael Schwyter & Statisterie

nächste Vorstellungen: 22. & 28.4.

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