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Max Frischs Moritat „Graf Öderland“ am Schauspiel Essen

Premiere 3. Februar 2012 um 19:30 Uhr im Grillo-Theater. ------

Das Stück zählt zu den eher selten aufgeführten Werken des 1911 in Zürich geborenen Schriftstellers Max Frisch. Dabei war es für ihn, der durch Dramen wie „Andorra“ und „Biedermann und die Brandstifter“ sowie die Romane „Stiller“ und „Homo faber“ berühmt wurde, eines seiner wichtigsten.

Beginnend mit einer ersten Prosaskizze im Jahr 1946 beschäftigte er sich bis 1961 in unterschiedlichen Bühnenfassungen mit der Figur des Axt schwingenden Revolutionärs, dessen Kampf für ein pflichtbefreites Leben zum willkürlichen Amoklauf wird.

Die Frage nach dem „Warum?” raubt dem Staatsanwalt den Schlaf. Warum hat ein redlicher Bank¬angestellter einen Hausmeister mit einer Axt erschlagen? Warum gibt es für diese Tat scheinbar kein Motiv? Oder sind Langeweile und der Überdruss an einem Leben, das zu großen Teilen aus Pflicht¬erfüllung besteht, ausreichende Gründe für ein derart schreckliches Verbrechen? Der angesehene Staatsanwalt kann den Mann, den er eigentlich anklagen soll, sehr gut verstehen. Und ehe er sich versieht, hat er sie selbst in der Hand – die Axt. Traumwandlerisch, wie ein Wiedergänger des sagenumwobenen Grafen Öderland, zieht er Furcht und Schrecken verbreitend durchs Land. Schnell finden sich Anhänger, der Solotrip wird zum Aufstand und der Staatsanwalt zur Ikone. Ohne erkennbares Ziel vor Augen rebelliert die Menge, bis sie das Land ins Chaos gestürzt hat.

Die Inszenierung übernimmt die renommierte Regisseurin Konstanze Lauterbach. Für Bühne und Kostüme zeichnen Kathrin Frosch und Karen Simon verantwortlich.

Als Staatsanwalt ist der Schauspieler Jan Pröhl zu erleben.

Inszenierung

Konstanze Lauterbach

Bühne

Kathrin Frosch

Kostüme

Karin Simon

Musik

Achim Gieseler

Dramaturgie

Carola Hannusch

Der Staatsanwalt

Jan Pröhl

Elsa, seine Gattin

Floriane Kleinpaß

Doktor Hahn

Tom Gerber

Hilde, Inge, Coco

Laura Kiehne

Der Mörder

Jörg Malchow

Ein Wärter, Hotelgast, Der General

Rezo Tschchikwischwili

Der Vater, Ein Köhler, Ein Gendarm, Ein Rebelle, Auslandspresse

Sven Seeburg

Die Mutter, Frau Konsul, Eine Kulturträgerin

Cornelia Kempers

Ein Nachrichtensprecher, Hotelboy, Ein Student

Johann David Talinski

Eine Nachrichtensprecherin, Eine Concierge, Eine Kulturträgerin, Staatspräsidentin

Ines Krug

Ein Köhler, Der Fahrer, Der Kommissar

Jens Ochlast

Ein Köhler, Der Innenminister, Ein Sträfling

Stefan Diekmann

Ein Köhler, Der Direktor, Ein Kulturträger

Gerhard Hermann

Ein Köhler, Ein Rebelle, Auslandspresse, Frau Hofmeier

Lisa Jopt

Weitere Vorstellungen im Februar: 08.02.2012, 19:30 Uhr, und 26.02.2012, 19:00 Uhr.

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