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MANON LESCAUT von Giacomo Puccini im AALTO-MUSIKTHEATER Essen

29.09.2014
Kategorien: Deutschland, News

Premiere Samstag, 4. Oktober 2014, 19:00 Uhr, Aalto-Theater. -----

Giacomo Puccini hat sich mehrfach musikalisch mit den USA auseinandergesetzt. Diese Oper geht auf einen Roman zurück, der lange vor der Gründung der Vereinigten Staaten entstanden ist: Abbé Prévost hat 1731 die Geschichte publiziert, in der ein junges Mädchen zwischen freier Liebe und Verlangen nach Luxus aufgerieben wird und schließlich in Amerika ihr Leben aushaucht.

Nach einer bewegten Biografie der Abhängigkeiten wird Manon in den Westen verschifft, wo sie sich mit der Versicherung erschöpft, dass ihre Liebe nicht sterben werde …

Als Giacomo Puccini den Roman vertonte, existierten bereits klingende Versionen über Manon Lescaut von Auber, Halévy und Massenet – Henzes “Boulevard Solitude” wird den Stoff dann ins 20. Jahrhundert führen. Da sich Puccini nie mit dem vorgelegten Libretto einverstanden zeigte, haben sieben Librettisten an dem Material gearbeitet, und in der Erstausgabe wird schließlich keiner mehr genannt. Die Geschichte wird in fragmentarischen Schlaglichtern vermittelt und von einer unbändig kräftigen und mitreißend vitalen Musik zum Leben erweckt. Bis hin zum letzten Akt in Amerika, das sich so nicht als “land of the free and home of the brave” entpuppt, sondern als ein Ort, an den europäische Visionen und Figurationen verpflanzt wurden. In der bildgewaltigen Inszenierung von Stefan Herheim und seinem bewährten Team nimmt die weibliche Symbolik von Freiheit und Amerika musiktheatral Gestalt und Bedeutung an.

Musikalische Leitung Giacomo Sagripanti

Inszenierung Stefan Herheim

Bühne Heike Scheele

Kostüme Gesine Völlm

Szenische Einstudierung Stefan Herheim, Christian Thausing

Licht Fabio Antoci

Dramaturgie Alexander Meier-Dörzenbach

Choreinstudierung Alexander Eberle

Weitere Vorstellungen 7., 10., 12., 18., 22., 24., 26., 29. Oktober; 2., 6., 20. November 2014,

Aalto-Theater

Eine Koproduktion der Oper Graz und der Semperoper Dresden.

Gefördert von der Sparkasse Essen und dem Freundeskreis Theater und Philharmonie Essen.

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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