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Krieg und Frieden, Tolstoi/Hartmann, Schauspiel Leipzig

Leipziger Premiere am 20. September 2012, 19.00, Centraltheater. -----

„Ohne falsche Bescheidenheit – es ist wie die Ilias.“ So Lew Tolstoi über sein größtes Werk, das Weltgeschichte und privates Leben in monumentaler Absicht zusammenführt.

Sein zwischen 1863 und 1869 entstandenes episches Gemälde vereint einen Familien-, Historien- und Bildungsroman über Europa, den Menschen und die Welt. Über allem die Metaphysik des Titels, die stets mit dem GANZEN spielt. Mit Sein und Tod, mit der Geburt der europäischen Idee aus dem Geist der Unterwerfung, mit der Tragödie des Menschen und dessen Beziehungsunfähigkeit – und mit einer Welt ohne Gott. Zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Sebastian Hartmann und sein 14-köpfiges Ensemble erarbeiten sich Tolstois Werk gemeinsam. Sie durchmessen einen inhaltlichen und poetischen Raum, versuchen, eine gedankliche Quersumme zu bilden aus dieser so revolutionären, formal ausufernden Vorlage: KRIEG UND FRIEDEN, ohne Beginn und ohne Ende, ein Werk, das eine krude, Mitte des 19. Jahrhunderts absolut experimentelle Komposition aus Theorie, Fiktion, Erzählung und Dokument darstellt.

Uwe Bautz

Nach Lew Tolstoi, Übersetzung von Barbara Conrad

Bühnenfassung Sebastian Hartmann

Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen 2012

mit Manolo Bertling, Susanne Böwe, Artemis Chalkidou, Manuel Harder, Matthias Hummitzsch, Janine Kreß, Guido Lambrecht, Heike Makatsch, Hagen Oechel, Linda Pöppel, Berndt Stübner, Birgit Unterweger, Cordelia Wege, Jana Zöll

Regie: Sebastian Hartmann

Bühne: Sebastian Hartmann/Tilo Baumgärtel

Kostüme: Adriana Braga Peretzki

Musik: Sascha Ring (APPARAT)

Licht: Lothar Baumgarte

Dramaturgie: Uwe Bautz

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