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KÖNIG ROGER von Karol Szymanowski, Staatstheater Mainz

Premiere am 15. Januar, 19.30 Uhr, Großes Haus

Ein Hirte, der einen falschen Gott verkündet, bedroht mit barbarischen Kulten das Christentum – so zumindest sieht es die Geistlichkeit Siziliens im 12. Jahrhundert.

König Roger soll ein Todesurteil sprechen. Roger würde gern seine eigene Macht und die Macht der Kirche festigen. Aber im Hirten verbinden sich christliche Verheißung und antiker Kult zu einer alle Staatsraison lähmenden Schönheit. Nicht nur der König selbst erliegt schlussendlich dem schönen Jüngling, auch seine Frau Roxana und der arabische Gelehrte Edrisi erweisen sich schnell als seine Fürsprecher. In einer nächtlichen Gerichtsszene möchte Roger herausfinden, wer dieser Hirte ist. Dieser singt ein Evangelium der Sanftmut und des aus Knechtschaft und Not befreiten Menschen und sprengt seine Fesseln. Roxana folgt ihm. Roger, mit Edrisi zurückgeblieben, legt die Insignien seiner Macht ab und sieht schließlich durch die Ruinen eines antiken griechischen Theaters den Himmel.

Karol Szymanowskis „König Roger“ wurde 1926 uraufgeführt. Wesentliche Grundlage waren „Die Bakchen“ des Euripides, wo die Ankunft eines neuen, fremden Gottes – Dionysos – einer Kriegserklärung an die Vernunft gleichkommt. Szymanowski war fasziniert von der Überlagerung unterschiedlichster Kulturen und Religionen auf Sizilien. So verbinden sich in „König Roger“ arabische Kultur, Christentum und griechische Antike in Musik und Bildwelt zu einer betörenden Einheit.

Libretto von Jaroslaw Iwaszkiewicz und vom Komponisten

In polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Andreas Hotz

Inszenierung: Joan Anton Rechi

Bühne: Alfons Flores

Beleuchtung: Stefan Bauer

Kostüme: Moritz Junge

Studienleiter: Michael Millard

Choreinstudierung: Sebastian Hernandez - Laverny

Einstudierung Knabenchor des Mainzer Domchors: Mathias Breitschaft

Dramaturgie: Carsten Jenß

Regieassistenz: Karolina Walkowicz

Inspizienz: Christiane Knopf

Übertitelungsinspizienz: Gianna Fröde

Sprachcoach: Marta Waluga

Soufflage: Franz Pohl/Marta Waluga

König Roger Heikki Kilpeläinen

Roksana Susanne Geb

Edrisi Alexander Kröner

Der Hirte Ryszard Minkiewicz

Erzbischof Kai-Uwe Schöler

Diakonissin Katherine Marriott

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