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KÖNIG ÖDIPUS nach Sophokles - SCHLOSSTHEATER MOERS

Mittwoch, 23.02.2022 | 19.30 Uhr

22.02.2022

Eine Pest bricht aus in Theben mit katastrophalen Folgen für Mensch, Tier und Natur. König Ödipus, der einst als einziger das Rätsel der Sphinx zu lösen vermochte und so die Stadt befreite, macht das Krisenmanagement einmal mehr zur Chefsache. Durch einen Orakelspruch erhält er den Hinweis, dass der ungesühnte Mord an seinem Vorgänger die Epidemie verursacht habe.

© Christian Nielinger.

Unverzüglich beginnt er damit den Mord aufzuklären, um keine 24 Stunden später zu erkennen, dass er selbst der Täter, der Getötete sein Vater und dessen Frau Iokaste, seine Mutter und jetzige Ehefrau ist. Alle bisherigen Gewissheiten über seine Lebensweise und Herkunft stellen sich als falsch heraus. Ödipus sticht sich die Augen aus und zieht als blinder Bettler in die Verbannung.

Die Geschichte ist über 2.400 Jahre alt und findet gleichzeitig genau jetzt statt, in einer Gegenwart, in der die Frage nach den irreversiblen Kipp-Punkten im globalen Erdsystem drängender ist als je zuvor. So wird uns in König Ödipus vor Augen geführt, dass es nicht ausreicht, ein vernunftbegabtes Wesen zu sein. Wir wissen, was zu tun ist, was hindert uns, es zu tun?

„Die Aufklärung muss sich auf sich selbst besinnen, wenn die Menschen nicht vollends verraten werden sollen.“ (Adorno/Horkheimer: Dialektik der Aufklärung) -- Die Inszenierung „König Ödipus“ stellt die Frage nach dem Verhältnis von Wissen und Handeln und probiert, entlang des Schicksals der Hauptfigur, Handlungsalternativen zu finden, die die Tragödie aufhalten könnten. Ein Menschen- Experiment zwischen Mythos und Realität.


    Ödipus: Roman Mucha
    Iokaste: Joanne Gläsel
    Kreon: Matthias Heße
    Teiresias/Bote: Georg Grohmann
    Chorführerin: Emily Klinge
    
    Inszenierung: Ulrich Greb
    Bühne: Birgit Angele
    Kostüme: Jochen Hochfeld
    Dramaturgie: Viola Köster
    Regieassistenz: Victoria Wehrmann

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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