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JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN von Hans Fallada, bearbeitet von Jens Gross, im Maxim Gorki Theater Berlin

29.08.2011

Premiere am 5. September 2011. -----

Hans Falladas Roman beruht auf der wahren Geschichte des Berliner Ehepaares Hampel (bei ihm Quangel), das sich ohne Aussicht auf Erfolg, mit selbst verfassten und in Treppenhäusern abgelegten Postkarten, gegen den Terror der Nazis wehrte und 1943 hingerichtet wurde.

Es handelt sich bei diesem Buch um das erste Werk eines deutschen Schriftstellers, das den Widerstand gegen das Hitlerregime thematisierte.Der ist für das Ehepaar Quangel weniger ein politischer Akt als eine Gewissensentscheidung, die sie gemeinsam treffen, nachdem ihr einziger Sohn gefallen ist. Sie wollen etwas tun, sich gegen das sinnlose Hinschlachten Tausender zur Wehr setzen. Fallada entwickelt ein Berliner Hinterhof-Panorama voller berührender, aufwühlender Schicksale und ambivalenter Charaktere – Tapfere und Feige, Kleinkriminelle und Weiberhelden, Nazis, Mitläufer und Spitzel; Leute, die andere belauern und überwachen. Er zeichnet das Bild einer Gesellschaft, die an moralischer Auszehrung leidet, in der Argwohn, Misstrauen und Angst jede soziale Beziehung bestimmen.

Mit: Andreas Leupold (Otto Quangel, Hete Häberle) , Ruth Reinecke (Anna Quangel, Kuno) , Robert Kuchenbuch (Kommissar Escherich, Säugling, Kammergerichtsrat Fromm, Persicke), Michael Klammer (Obergruppenführer Prall, Obersturmbannführer, Frau Gerich, Karl Hergesell), Albrecht Abraham Schuch (Toll, Enno Kluge, Kommissar Laub), Julischka Eichel (Trudel Baumann, Eva Kluge, Baldur Persicke, Mollige), Matti Krause (Harteisen, Emil Barkhausen, Frau Rosenthal, Grigoleit Herr)

Regie: Jorinde Dröse,

Bühne: Barbara Steiner,

Kostüme: Susanne Schuboth,

Dramaturgie: Carmen Wolfram

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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