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"Idomeneo", Dramma per musica von Wolfgang Amadé Mozart, Tiroler Landestheater Innsbruck

30.10.2011
Kategorien: Österreich, News

Premiere am Sonntag, 6. November 2011, 19.00 Uhr, Großes Haus. -----

Idomeneo, König von Kreta, kehrt aus dem Trojanischen Krieg zurück. Als sein Schiff in Seenot gerät, schließt er einen Pakt mit dem Meeresgott Neptun. Er verspricht ihm, wenn er ihn rette, den ersten Menschen, der ihm begegne, zu opfern.

Neptun geht auf den Handel ein und Idomeneo erreicht unversehrt das Land. Dort begegnet ihm

unglücklicherweise als erstes sein Sohn Idamante. So sehr sich Idamante über den wiedergefundenen Vater freut, so sehr ist er über dessen abweisendes Verhalten irritiert. Um das Versprechen zu umgehen, schickt Idomeneo seinen Sohn mit der ihm versprochenen Elektra nach Argos. Idamante, der jedoch die phrygische Prinzessin Ilia, eine trojanische Gefangene, liebt, wehrt sich gegen die „Abschiebung“. Ein plötzlich aufziehender Sturm verhindert die Abreise. Idamante tötet das Seeungeheuer, das im Hafen auftaucht, hat nun aber Neptun erst recht gegen sich aufgebracht und kann der Vollziehung des Paktes nicht mehr entgehen. Ilia bietet sich entschlossen selbst als Opfer an und will für ihren Geliebten in den Tod gehen, als neu über die Einlösung des Paktes entschieden wird…

Eigentlich hatte der fünfundzwanzigjährige Mozart auf eine feste Anstellung am Hof Karl Theodors gehofft, doch bekam er stattdessen von ihm den Auftrag für die Komposition einer Karnevalsoper, die 1781 in München aufgeführt werden sollte. Das dortige Orchester war die aus Mannheim mitgebrachte Hofkapelle des Kurfürsten, das Vater Leopold als „ohne widerspruch das beste in Teutschland“ bezeichnet hatte. Damit konnte Mozart seinen Ambitionen nahezu uneingeschränkt folgen und seine Ideen, die sich ständig weiterentwickelt hatten, in dieser Oper verwirklichen.

Entstanden ist ein wahrer Geniestreich, die früheste der sieben wichtigsten Opern Mozarts. Eine Mischung aus französischer Tragédie lyrique und italienischer opera seria ermöglichte große Arien im italienischen Stil, die durch rezitativische und ariose Passagen, wie sie in der französischen Oper vorherrschten, verbunden wurden. Mit seinen facettenreichen Arien, eindrücklichen Chören und bis dahin unerhörten Ensembles durchbrach Mozart die vorherrschenden musikalischen Konventionen. Das Libretto verfasste der Salzburger Hofkaplan Giambattista Varesco auf Grundlage der französischen Oper Idomenée von André Campra (Libretto von Antoine Danchet nach Crébillons gleichnamiger Tragödie).

Die Vorlage bearbeitete Varesco – unter maßgeblicher Beteiligung Mozarts – stark und

fügte das zu seiner Zeit obligate „lieto fine“ ein: Idamante wird gerettet, Idomeneo

verzichtet zugunsten von Idamante und Ilia auf den Thron.

Libretto von Giambattista Varesco

In Italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Christoph Altstaedt, Chefdirigent des TSOI

Inszenierung, Bühnenbild & Kostüme: Peer Boysen

Peer Boysen begann seine Theaterarbeit zunächst als Bühnen- und Kostümbildner, u.a. in Nürnberg, am Residenztheater in München und an den Münchner Kammerspielen, in Mainz, Stuttgart, Hannover und Wien. 1990 führte er an der Schauburg in München erstmals auch Regie. Erste Operninszenierungen ab 1994 am Staatstheater Wiesbaden mit Orestes, Serse und Rinaldo von G.F. Händel. Zumeist in Personalunion als Regisseur und Ausstatter gastierte er u.a. am Theater am Gärtnerplatz und am Prinzregententheater in München, an der Dresdner Semperoper, am Opernhaus Halle, in Freiburg, Mainz, Weimar, Montpellier, Bremen, Augsburg, an der Volksoper Wien, bei den Händelfestspielen in Karlsruhe, sowie den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Am TLT inszenierte und stattete Peer Boysen bereits die Mozartopern La clemenza di Tito, LenNozze di Figaro, Don Giovanni und Così fan tutte aus.

Mit:

Idomeneo …………………….. Martin Homrich

Idamante ……………………… Trine Bastrup MØller / Anne Schuldt

Ilia ……………………………… Susanne Langbein / Sophie Mitterhuber

Elettra …………………………. Christine Buffle / Irina Taboridze

Arbace ………………………… Leonardo Ferrando

Gran Sacerdote ……………… Joshua Lindsay / Thomas Paul

La Voce ………………………. Sebastian Kroggel / Andreas Mattersberger

Nettuno ……………………….. Benito Marcelino

Tiroler Symphonieorchester Innsbruck; Chor und Herren-Extrachor des TLT

Weitere Vorstellungen:

November: 10., 12., 25.

Dezember: 3., 11.

Beginn jeweils 19.00 Uhr

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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