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„Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach in der Wiener Volksoper

08.12.2007
Kategorien: Österreich, News

Premiere: Samstag, 15. Dezember 2007

Im Mittelpunkt von „Hoffmanns Erzählungen“ steht der Dichter E. T. A. Hoffmann selbst. Sehnsüchtig erwartet er einen Brief der Sängerin Stella.

Der Brief wird Hoffmann nie erreichen, da sein Widersacher Lindorf ihn heimlich abgefangen hat. Verzweifelt wendet sich der Dichter dem Alkohol zu und erinnert sich an frühere unglückliche Liebesbeziehungen: an Olympia, die sich als Automat entpuppte, an Antonia, die sich zu Tode sang und zuletzt an Giulietta, für die er zum Mörder wurde und sein eigenes Spiegelbild verlor.

E. T. A. Hoffmann war als Autor unheimlicher und grotesker Geschichten eine führende Figur der Romantik. Jacques Offenbachs Oper verbindet autobiographische Momente aus dem Leben des Dichters mit Motiven aus

dessen Erzählungen. Sie zeigt einen in sich zerrissenen Künstler, der am

Leben scheitert. Als Offenbach im Oktober 1880 starb, hinterließ er ein

unvollendetes Werk, das trotz seines fragmentarischen Charakters bei der

Pariser Uraufführung am 10. Februar 1881 einen beispiellosen Erfolg errang. Bis heute beschäftigt die Vervollständigung der Oper die Musikwelt. Die Volksoper spielt das Werk, angelehnt an eine Fassung aus dem Jahr 1907, in deutscher Sprache.

Der in München lebende Künstler Peer Boysen zeichnet verantwortlich für Regie und Ausstattung. Die musikalische Leitung hat Leopold Hager.

Der ukrainische Tenor Sergej Khomov, der zuletzt als Chevalier Des Grieux in Jules Massenets Oper „Manon“ an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf stürmisch gefeiert wurde, gibt den von Sehnsucht nach Liebe zerfressenen Hoffmann. Sein Gegenspieler ist der deutsche Bariton Jochen Schmeckenbecher, der an der Volksoper bereits als Beckmesser ("Die

Meistersinger von Nürnberg“) begeisterte. Eva Maria Riedl ist Hoffmanns Muse, die Stella wird von Doris Hindinger verkörpert. Daniela Fally, Kristiane Kaiser und Adrineh Simonian, allesamt Ensemblemitglieder des Hauses, verkörpern die drei Frauenfiguren - Olympia, Antonia und Giulietta - an die sich Hoffmann so schmerzhaft erinnert.

Text von Jules Barbier

In deutscher Sprache

Dirigent: Leopold Hager / Elisabeth Attl

Regie und Ausstattung: Peer Boysen

Dramaturgie: Birgit Meyer

Besetzung

Olympia: Daniela Fally / Ekaterina Lekhina

Antonia: Kristiane Kaiser / Jessica Muirhead

Giulietta: Adrineh Simonian / Zoryana Kushpler

Stella: Doris Hindinger / Susanne Litschauer

Niklaus: Eva Maria Riedl / Isabel Seebacher

Die Stimme der Mutter: Jelena Bodrazic / Andrea Bönig

Hoffmann: Sergej Khomov / Otoniel Gonzaga

Spalanzani / Nathanael: Wolfgang Gratschmaier / Josef Forstner

Luther / Crespel: Einar Th. Gudmundsson / Karl Huml

Andreas / Cochenille / Franz / Pitichinaccio: Karl-Michael Ebner /

Christian Drescher

Lindorf / Coppelius / Dapertutto / Mirakel: Jochen Schmeckenbecher /

Thomas Gazheli

Hermann / Schlemihl: Daniel Schmutzhard / Mathias Hausmann

Weitere Vorstellungen am 18., 21., 25. Dezember 2007, 2., 7., 12., 14.,

21., 30. Jänner 2008, 3. Februar 2008

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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