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Giuseppe Verdis »Simon Boccanegra« in der Semperoper Dresden

24.05.2014
Kategorien: Deutschland, News

Premiere am 30. Mai 2014 um 19 Uhr. -----

Verdis Melodramma über den Versuch des Dogen von Genua, Frieden zu stiften zwischen verfeindeten Republiken und Familien, zwischen Adel und Volk, zwischen päpstlichen und weltlichen Truppen und in all dem Chaos noch privates Glück zu finden.

Mit dem sehnsüchtigen Wunsch nach Frieden endet »Simon Boccanegra«. Vorangegangen ist die eindrückliche Schilderung eines schier unlösbaren Konfliktes, der Politisches und Privates unheilvoll miteinander verstrickt und auf beiden Seiten nur Opfer hinterlässt: Im Genua des Jahres 1339 haben sich Maria, die Tochter der alteingesessenen PatrizierFamilie der Fiesco, und Boccanegra, Korsar und Plebejer, ineinander verliebt. Marias Vater unterbindet die Beziehung, die gemeinsame Tochter wird von Unbekannten entführt.

Zwanzig Jahre später lässt sich Boccanegra einzig deswegen zum Dogen der Seerepublik wählen, um so die Möglichkeit zu erhalten, Maria zu heiraten und die Familie zusammenführen zu können – doch Maria ist in der Zwischenzeit verstorben. Seinen Versuch, als Doge Frieden zwischen Genua und Venedig zu schaffen und den innerstädtischen Streit zwischen Patriziern und Plebejern zu schlichten, zudem aber auch für das Glück seiner wiedergefundenen Tochter Amelia zu kämpfen, die sich just in den Verbündeten seines Erzfeindes Fiesco verliebt hat, bezahlt Boccanegra mit dem Leben. Er wird von einem Verräter aus dem eigenen Lager vergiftet.

»Simon Boccanegra« ist zweifellos eine der dunkelsten und fatalistischsten Opern Verdis – doch gleichzeitig diejenige, in der ein glückliches junges Liebespaar am Ende optimistisch in die Zukunft schaut. In der Hoffnung auf Frieden.

Melodramma in einem Prolog und drei Akten von Giuseppe Verdi

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Christian Thielemann

Inszenierung: Jan Philipp Gloger

Bühnenbild: Christof Hetzer

Kostüme: Karin Jud

Licht: Bernd Purkrabek

Dramaturgie: Sophie Becker

Besetzung am 30.05.2014:

Simon Boccanegra: Zeljko Lucic

Jacopo Fiesco: Kwangchul Youn

Paolo Albiani: Markus Marquardt

Pietro: Andreas Bauer

Amelia: Maria Agresta

Gabriele Adorno: Ramón Vargas

Hauptmann: Christopher Kaplan

Magd von Amelia: Christel Loetzsch

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Sächsische Staatskapelle Dresden

Kostenlose Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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