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"Gespräche der Karmeliterinnen – Die Letzte am Schafott" von Francis Poulenc, Städtische Bühnen Münster

Premiere: Sonntag, 27. Februar 2011, 18.00 h, Großes Haus

Blanche de la Force, ein junges Mädchen adliger Herkunft, sucht am Vorabend der Französischen Revolution Zuflucht in einem Kloster. Ihre Lebensangst empfindet sie selbst als Schmach, die sie als Nonne zu überwinden hofft.

Doch angesichts der revolutionären Umbrüche steht das Klosterleben unter düsteren Vorzeichen. Als die Klosterkapelle geplündert und entweiht wird, beschließen die Nonnen in geheimer Abstimmung, das Märtyrergelübde abzulegen. Zwar willigt auch Blanche ein, flieht dann aber in ihr Elternhaus. Kurze Zeit später werden die übrigen Karmeliterinnen verhaftet und zum Tode verurteilt. Singend besteigen sie nacheinander das Schafott. Blanche überwindet ihre Angst und folgt ihren Schwestern freiwillig in den Tod.

Francis Poulenc schrieb seine Oper „Dialogues de Carmelites“ zwischen 1953 und 1956 für die Mailänder Scala. Der Stoff beruht auf einem historisch verbürgten Geschehen: Am 17. Juli 1794 wurden 16 Klosterfrauen aus dem Karmel von Compiègne guillotiniert, die von den Jakobinern der Bildung einer verschwörerischen Vereinigung gegen die Republik angeklagt waren. Überlebt hatte das Massaker einzig eine Nonne, Mutter Marie von der Menschwerdung Christi, die zum Zeitpunkt der Verhaftung nicht in Compiègne war. Sie lebte noch bis 1836 und verfasste in ihrem letzten Lebensjahr einen Bericht über die Geschehnisse, die zu der Hinrichtung ihrer Schwestern geführt hatten. 1906 wurden die er-mordeten Karmeliterinnen aus Compiègne von Papst Pius X. selig gesprochen.

Poulencs Oper wird unter musikalischer Leitung von Thorsten Schmid-Kapfenburg und in einer Neuinszenierung von Andreas Baesler nun zum ersten Mal in Münster zu erleben sein.

Text nach Georges Bernanos

Deutsche Übertragung von Peter Funk und Wolfgang Binal

Musikalische Leitung: Thorsten Schmid-Kapfenburg

Regie: Andreas Baesler

Bühne: Kaspar Zwimpfer

Kostüme: Caroline Dohmen

Dramaturgie: Jens Ponath

Mitwirkende:

Annette Johansson (Blanche de la Force), Suzanne McLeod (Priorin), Susanna Pütters (Mme Lidoine), Henrike Jacob (Constance), Judith Gennrich (Mère Marie), Simona Maestrini (Mère Jeanne), Christina Holzinger (Schwester Mathilde), Matteo Suk (Marquis de la Force), Andrea Shin (Cevalier de la Force), Fritz Steinbacher (Beichtvater) u.a.

Chor der Städtischen Bühnen Münster

Sinfonieorchester Münster

Weitere Vorstellungen im März:

Freitag, 11. März, 19.30 h

Sonntag, 13. März, 18.00 h

Donnerstag, 17. März, 19.30 h

Sonntag, 20. März, 17.00 h

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