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Franz Grillparzers „Das Goldene Vliess“, Deutsches Theater Berlin

09.10.2009

Premiere am 16. Oktober 2009

Medea ist ein Kind, begabt mit übernatürlichen Kräften. Für ihren Vater, den Kolcher-König Aietes, hütet sie das Goldene Vließ, einen so magischen wie unheilvollen Schatz.

Medea begegnet Jason, dem Griechen, der gekommen ist, um das Goldene Vließ zu rauben. Sie rettet ihm das Leben, ihr Entsetzen voreinander wandelt sich in Liebe. Für Jason begeht Medea Verrat an ihrem Vater, sie führt ihn zum Vließ und lässt zu, dass ihr kleiner Bruder Jasons Geisel wird auf der Flucht von Kolchos zurück nach Griechenland. Medeas Bruder stirbt, ihr Vater verflucht sie. Sie gibt alles auf für die Liebe zu Jason. Doch sie wird von nun an immer eine Fremde, Heimatlose bleiben.

Zermürbt von Jahren der Flucht und Verfolgung treffen Jason und Medea in Korinth ein. König Kreon erklärt sich bereit, seinem einstigen Ziehsohn Jason Asyl zu gewähren, ihm und seinen Kindern, aber nicht der Barbarin Medea. Ein zweites Mal soll sie verstoßen werden, nach dem Verlust von Vater und Bruder, nimmt man ihr jetzt ihren Mann, ihre Kinder. Das einzige, was ihr bleibt, ist Rache.

Franz Grillparzers zum Klassiker gewordene Trilogie „Das Goldene Vließ“ erzählt die ganze Medea-Geschichte und sucht Empathie dort, wo das überlieferte Bild der Rache-Furie und Kindsmörderin Abscheu und Unverständnis verbreitet.

Regie: David Bösch

Bühne: Patrick Bannwart

Kostüme: Falko Herold

Musik: Karsten Riedel

Dramaturgie: John von Düffel

Es spielen: Andreas Döhler (Jason), Claudia Eisinger (Kreusa), Sven Lehmann (Aietes/Kreon),

Tino Mewes (Absyrtus), Katrin Wichmann (Medea)

Musiker: Karsten Riedel

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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