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Faust. Der Tragödie erster Teil von Johann Wolfgang von Goethe im Nationaltheater Weimar

21.02.2008

Premiere 28.02.2008 / 19.30 Uhr / großes haus

Stand in Tilmann Köhlers theatraler Vorstudie Die Höllenfahrt des Doktor Faustus vornehmlich die stoffgeschichtliche Metamorphose des Faust-Mythos vom Volksbuch über Marlowes erste Dramatisierung hin zum Puppenspiel im Zentrum der Auseinandersetzung, widmet sich der junge Regisseur nun in seiner Inszenierung von Faust. Der Tragödie erster Teil vor allem der Frage, wie mit einem Werk umgehen, das wie kein anderes zum Selbstverständnis einer ganzen Stadt, ja einer ganzen „Nation“ gehört?

Einem Werk, von dem schon Goethe selbst behauptete, dass es „etwas ganz Inkommensurables [ist], und alle Versuche, [es] dem Verstande näher zu bringen“ vergeblich seien? Einem Werk also, dem das Moment des Scheiterns gewissermaßen per Absolution seines Autors schon inhärent ist?

Genau 200 Jahre nach seiner Veröffentlichung wirft nun mit Tilmann Köhler einer der – für Weimar – jüngsten Regisseure (s)einen Blick auf Goethes literarisches Denkmal und begibt sich – begleitet von einem ebenfalls sehr jungen Ensemble – auf die Suche nach den verwertbaren Überresten, die 200 Jahre Inszenierungspraxis und ideologische Vereinnahmung dieser „Bibel des Bildungsbürgertum“ übrig gelassen haben.

Tilmann Köhler (Regie)

Lutz Keßler (Dramaturgie)

Karoly Risz (Ausstattung)

Susanne Uhl (Kostüme)

Jörg-Martin Wagner (Musik)

es spielen: Rosemarie Deibel, Ina Piontek, Antje Trautmann, Thomas Braungardt, Paul Enke, Bernd Lange, Philipp Oehme, Matthias Reichwald

Orie Takada (Stimme)

Daniel Beilschmidt, Nico Schmitt (Musiker)

Weitere Vorstellungen:

02.03.2008 / 19.00 Uhr / großes haus

07.03.2008 / 19.30 Uhr / großes haus

23.03.2008 / 19.00 Uhr / großes haus

29.03.2008 / 19.00 Uhr / großes haus

Karten erhalten Sie telefonisch unter 03643 / 755 334 oder per e-mail unter

service@nationaltheater-weimar.de

www.nationaltheater-weimar.de

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