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Extravorstellung „Mein Kampf“ und Diskussion gegen Rechtsextremismus am 14. September in Neustrelitz

04.09.2006

am 14. September im Marstall im Landestheater.

Aus aktuellem Anlass hat die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz vor der Landtagswahl George Taboris Farce „Mein Kampf“ in der Inszenierung von Oberspiel­leiterin Annett Wöhlert zusätzlich in den Spielplan aufgenommen.

In einer Zeit, in der die reale Gefahr besteht, dass die Rechtsextremisten der NPD in Mecklenburg-Vorpommern in den Landtag einziehen, sie mit demagogischen Parolen um Wählerstimmen buhlen, will das Theater deutliche Zeichen setzen gegen Fremdenfeind­lichkeit und Rassismus. Es gilt, sich an das dunkle Kapitel des Faschismus zu erinnern, um eine Wiederholung dieser schrecklichen Epoche zu verhindern. Die neuen Nazis arbeiten heute am Aufbau einer rechtsextremen Jugend- und Alltagskultur und treffen oftmals auf die schwach entwickelte Verantwortung und Courage der Zivilgesellschaft.

Am 14. September 2006 um 18.30 Uhr wird es im Neustrelitzer Marstall in Kooperation mit dem parteiübergreifenden Netzwerk „Für Demokratie und Toleranz. Gegen Rechts­extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“ eine Extra-Vorstellung „Mein Kampf“ geben.

George Taboris Drama erzählt in grotesken Szenen die Geschichte einer unmög­lichen Begegnung zwischen dem jüdischen Buchhändler Schlomo Herzl und dem angehenden Kunstmaler Adolf Hitler in einem Wiener Männerasyl um 1910. Es handelt vom Paradox der Feindesliebe und ist eine bittere Farce um den Aufstieg Hitlers zur Macht.

An der anschließenden Podiumsdiskussion, die hochkarätig besetzt werden konnte, nehmen teil:

Dr. Gregor Gysi, Mitglied des Dt. Bundestages, Fraktionsvors. DIE LINKE, Berlin

Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages M-V, (SPD), Neubrandenburg

Dr. Armin Jäger, Vorsitzender der CDU-Fraktion des Landtages M-V, Schwerin

Dr. Christian Böhme, Chefredakteur „Jüdische Allgemeine“, Berlin

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Sie werden mit dem Publikum über mögliche Strategien gegen Rechtsextremismus und Rassismus ins Gespräch kommen und gemeinsam mit dem Theater „Gesicht zeigen“ für Demokratie und Weltoffenheit.

Karten gibt es ab sofort im Theaterservice:

Neustrelitz Tel. 03981 206400

Neubrandenburg Tel. 0395 5699832

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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