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EMILIA GALOTTI in Konstanz

15.04.2006

Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen von Gotthold Ephraim Lessing

Premiere: Samstag, 22. April 2006 um 20 Uhr im Stadttheater

Lessings Meisterwerk deutscher Dichtkunst kommt in der Regie von Anna Bergmann ganz aus heutiger Sicht auf die Bühne: Der Prinz ist ein Lebemann, Marinelli sein Geschäftsführer, Emilia ist eine neugierige, lebenshungrige junge Frau, die - wenn auch bang - den Ausbruch aus den vom Vater vorgezeichneten Lebenswegs geradezu herbeisehnt.

Gerade die Bilder, die Lessing nur andeutet, erzählen lässt, werden sichtbar und erlebbar. Und so wird klar, dass hier die gegensätzlichsten Welten mit der Kraft großer Emotionen aufeinanderprallen, die nur in einem gewaltsamen Ende untergehen können.

Lessings dichterisches Vorbild war die Geschichte der Virginia, von Titus Livius überliefert - ein Vorfall, der auf dem Machtkampf zwischen Patriziern und Plebejern im 4. Jahrhundert vor Chr. basierte und die Tötung der Tochter durch den Vater thematisiert.

Lessing überträgt diesen Vorfall in das Milieu eines italienischen Staatsgefüges Mitte des vergangenen Jahrtausends, das auch ihm schon nur als Bild für die Konflikte seiner Zeit diente. Die Inszenierung stellt sich der Notwendigkeit einer Rezeption auf der Basis heutiger Familien- und Machtstrukturen.

Inszenierung: Anna Bergmann - Bühnenbild und Kostüme: Susanne Schwieter - Sound Design: Heiko Schnurpel

Mit: Claudia Hübschmann, Saskia Petzold, Melanie von Sass; Stefan Neuhaus, Klaus Redlin, Merten Schroedter

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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