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EIN SOMMERNACHTSTRAUM von William Shakespeare im Schauspiehaus Zürich

Premiere: Samstag, 18.10.2014, 20 Uhr, Pfauen. -----

Der Wald ist zentraler Schauplatz des Geschehens in Shakespeares „Sommernachtstraum“ – die Bühne auf der Bühne, Theaterspiel und Zauberwerk: Im Wald ist die Gesellschaftsordnung des Athener Hofes ausser Kraft gesetzt, Identitäten werden in Frage gestellt. In seinem Labyrinth kommen sich die Liebenden selbst abhanden, sind Kräften, Gefühlen und Leidenschaften ausgeliefert, die sie nicht mehr kontrollieren oder lenken können.

Der Herzog von Athen heiratet. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Handwerker der Stadt proben ein Stück, das sie ihm zur Hochzeit schenken werden … Aber nicht alle sind glücklich: Helena liebt Demetrius. Demetrius liebt Hermia. Hermia, dem Demetrius versprochen, liebt Lysander. Lysander liebt Hermia. Die beiden fliehen in den Wald der Feen- und Geisterwelt, verfolgt von der unglücklichen Helena und dem verzweifelten Demetrius.

 

Schuld an dem wirren Treiben hat die Geiste- rund Feenwelt von Oberon und Titania. Statt die unglücklich Liebenden Demetrius und Helena zusammenzuführen, stellt Oberons Gehilfe Puck alles auf den Kopf und führt sie tiefer ins Chaos hinein. In Religion,

 

Mythologie und Literatur ist der Wald der Ort, an dem die Logik der Unterscheidung in die Irre geht, an dem unsere vermeintlich objektiven Kategorien durcheinandergebracht, Wahrnehmungen geschärft oder getrübt werden, an dem das Alltägliche Platz für das Fabelhafte und die Phantasie macht. Schon sehr früh steht er auch für das, was wir heute das „Unbewusste“ nennen. Shakespeare bringt die vier Handlungsebenen – Athener Hof, die Liebespaare, die Handwerker und die Feenwelt – im Wald zusammen und trennt sie dort wieder voneinander. Denn am Ende der Nacht verlassen die Menschen den Wald.

 

Die Regisseurin Daniela Löffner (zuletzt „Agnes“ nach dem Roman von Peter Stamm) inszeniert William Shakespeares berühmtes Theaterstück im Pfauen. EIN SOMMERNACHTSTRAUM ist nach „Der Sturm“ am Theater Braunschweig, für den sie neben ihrer Zürcher Inszenierung von Gorkis „Kinder der Sonne“ den Kurt-Hübner-Preis erhielt, ihre zweite Shakespeare-Arbeit. Daniela Löffner, geboren 1980 in Freiburg, absolvierte eine Ausbildung zur Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache. Ihre Arbeit am Theater begann sie 2003 als Regieassistentin am Theater Freiburg. In der gleichen Funktion wechselte sie 2006 mit Amélie Niermeyer ans Düsseldorfer Schauspielhaus und assistierte u.a. bei den Regisseuren Jürgen Gosch und Volker Lösch. Ihre erste Inszenierung realisierte sie 2007 in

Düsseldorf mit „Der Kissenmann“ von Martin McDonagh. Seit der Spielzeit 2010/11 ist Daniela Löffner Hausregisseurin am Staatstheater Braunschweig. Sie arbeitet u.a. am Deutschen Theater Berlin und am

Residenztheater München und gastierte mit ihren Inszenierungen auf mehreren Festivals. 2011 war sie mit ihrer Inszenierung von Hermann Hesses „Demian“ für den Theaterpreis „Faust“ nominiert.

Am Schauspielhaus Zürich inszenierte sie zuletzt „Kinder der Sonne“ von Maxim Gorki (eingeladen zum Festival „Radikal jung“ in München 2013) und „Agnes“ nach dem Roman von Peter Stamm.

 

EIN SOMMERNACHTSTRAUM

von William Shakespeare

Regie Daniela Löffner

Bühne und Kostüme Matthias Werner

Musik Cornelius Borgolte

Licht Gerhard Patzelt

Dramaturgie Gwendolyne Melchinger

 

Mit:

Schlucker (Mond) / Hippolyta / Titania Isabelle Menke

Schnauz (Wand) / Theseus / Oberon Klaus Brömmelmeier

Zettel (Pyramus 1) / Lysander Jirka Zett

Flaut (Thisby) / Helena Anna Blomeier

Schnock (Löwe) / Hermia Katharina Schmidt

Fleck (Pyramus 2) / Demetrius Claudius Körber

Squenz / Egeus / Elfe Johannes Sima

Puck Lambert Hamel

 

Weitere Vorstellungen im Pfauen

22./ 23./ 28./ 31. Oktober, jeweils 20 Uhr

1./ 11./. 12./ 21. November, jeweils 20 Uhr

2./ 16. November, jeweils 15 Uhr

Weitere Vorstellungen sind in Planung.

 

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