Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Dünnes Eis? Neues Diskussionsforum für Kulturpolitik - Gemeinsame Initiative von Deutschem Kulturrat, Deutschem Bühnenverein, Deutschlandfunk und Deutschem Theater BerlinDünnes Eis? Neues Diskussionsforum für Kulturpolitik - Gemeinsame Initiative...Dünnes Eis? Neues...

Dünnes Eis? Neues Diskussionsforum für Kulturpolitik - Gemeinsame Initiative von Deutschem Kulturrat, Deutschem Bühnenverein, Deutschlandfunk und Deutschem Theater Berlin

Deutschlandfunk Kultur im "Wortwechsel" am Freitag, den 12. Juni 2020, um 18.05 Uhr.

Kultur und kulturelle Fragen spielen eine sehr große Rolle im gesellschaftlichen Leben – im Gegensatz dazu spielt Kulturpolitik in der öffentlichen Wahrnehmung eine geringe Rolle. Gerade jetzt in der Corona-Pandemie wird noch mehr deutlich, wie wichtig kulturpolitische Entscheidungen sind. Wir brauchen eine aktive gesellschaftliche Debatte über die Bedeutung der Kultur für die Demokratie, die Bedingungen, in denen sie stattfinden kann und eine aktive Kulturpolitik, die den Rahmen dafür schafft.

 

Um für kulturpolitische Fragestellungen einen Raum zu schaffen und Kulturschaffende und die Kulturpolitik miteinander ins Gespräch zu bringen, initiieren der Deutsche Kulturrat, der Deutsche Bühnenverein, das Deutsche Theater Berlin und Deutschlandfunk Kultur den kulturpolitischen Salon im Deutschen Theater Berlin. Regelmäßig wollen sie übergreifende Fragen der Kulturpolitik aufgreifen und in verschiedenen Formaten zur Diskussion stellen.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagt zum Auftakt der neuen Diskussionsreihe: "Corona hat alles verändert und Corona hat noch vieles sichtbarer gemacht. Dass die Seuche innerhalb von wenigen Tagen die ökonomischen Bedingungen der Künstlerinnen und Künstler und der kleinen kulturwirtschaftlichen Unternehmen zum Zusammenstürzen bringen konnte, zeigt, wie dünn das Eis der ökonomischen Absicherung der Frauen und Männer, die im Kulturmarkt arbeiten, ist. In unserer Diskussionsreihe werden wir die aktuellen kulturpolitischen Herausforderungen der Krise analysieren: Welche Unterstützungen braucht die Kultur, reichen die eingeleiteten Hilfsmaßnahmen, was muss noch getan werden?"

"Kulturpolitik ist Gesellschaftspolitik. Wenn wir debattieren, was uns die Kultur wert ist, reden wir auch darüber, welche Gesellschaft wir sein wollen. Viel zu oft wird dieser Wert nur aus der haushälterischen Perspektive bestimmt und dabei übersehen, dass es hier um das Gemeinwesen und den unverzichtbaren Beitrag der Kultur als Forum für den demokratischen Austausch geht. In der Krise zeigt sich, dass diese Funktion ohne aktive Unterstützung gefährdet ist. Darum geht es in der Ausgabe unseres neuen Formates. Gemeinsam mit unseren Partnern freuen wir uns, im Kulturpolitischen Salon im DT ab sofort spannende und informative Debatten zu ermöglichen," so Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins.

Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theaters, fügt hinzu: "Die Freiheit der Künste, ihre Versponnenheit, ihre Wildheit, ihr innerster Auftrag, alles immer wieder neu sehen zu lernen, verteidigt sich nicht durch die Künste allein. Sie benötigen das begleitende, kämpferische und analytische Gespräch. Sie benötigen auch die Vielstimmigkeit all derer, die die Künste für lebensnotwendig halten."

Den Anfang macht die Podiumsdiskussion Mit Wumms für die Kultur. Kann das Konjunkturpaket des Bundes die Kultur über die Corona-Krise retten?. Der Staatssekretär aus dem Bundesfinanzministerium, Wolfgang Schmidt, die Kulturbürgermeisterin aus Leipzig, Skadi Jennicke, die Künstlerin und Sprecherin des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler BBK, Dagmar Schmidt, und der Geschäftsführer des Kulturrates, Olaf Zimmermann, diskutieren mit Deutschlandradio-Kulturkoordinator Hans Dieter Heimendahl, wer das Geld bekommen, wer das Geld verteilen soll und ob es seinen Zweck erfüllen kann.

Wegen der Kontakteinschränkungen findet der Auftakt des neuen Forums ohne Publikum statt. Zu hören ist die Diskussion auf Deutschlandfunk Kultur im "Wortwechsel" am Freitag, den 12. Juni 2020, um 18.05 Uhr.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 17 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Die ganze Wahrheit? -- „True Crime“ - Andrey Kaydanovskiy | Hege Haagenrud | Demis Volpi in der Deutschen Oper am Rhein

Drei tänzerische Perspektiven zu Wahrheit und Fiktion: Andrey Kaydanovskiy „Chalk“, Hege Haagenrud „The Bystanders“, Demis Volpi „Non-Fiction Études“  

Von: Dagmar Kurtz

SZENEN OHNE ILLUSIONEN -- "Tosca" von Giacomo Puccini in der Staatsoper Stuttgart

Kann Kunst unsere Wirklichkeit beeinflussen? Diese Frage steht als zentrales Thema im Zentrum der Inszenierung von Willy Decker, dessen Figuren sich in Puccinis "Tosca" in einem schwarzen Kasten…

Von: ALEXANDER WALTHER

RETTET DIE FRAUEN! -- Premiere "Zertretung" von Lydia Haider im Schauspiel Nord STUTTGART

Die 1985 in Oberösterreich geborene Lydia Haider hat hier einen radikalen Text vorgelegt, der zuweilen an Rainald Goetz erinnert. Die zentrale Frage lautet: Wie geht man mit einem System um, das…

Von: ALEXANDER WALTHER

ATEMLOSE HÖHENFLÜGE -- SWR Symphonieorchester mit Busoni und Sibelius im Beethovensaal der Liederhalle/STUTTGART

Zwei unterschiedliche Zeitgenossen standen diesmal im Zentrum: Jean Sibelius und Ferrucio Busoni. Immerhin weiß man, dass beide in Helsinki Schumanns Klavierquintett in Es-Dur gemeinsam musizierten.…

Von: ALEXANDER WALTHER

GIGANTISCHER SCHWARZER KEIL -- "Don Carlos" in der Staatsoper Stuttgart

In der Regie von Lotte de Beer steht das Thema Macht ganz im Zentrum des Geschehens. Ein gigantischer schwarzer Keil dreht sich immer wieder in geheimnisvoller Weise auf der von Christof Hetzer…

Von: ALEXANDER WALTHER

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑