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"Drei Mal Leben" von Yasmina Reza - STAATSTHEATER KASSEL

Premiere: Samstag, 11. April, 19.30 Uhr, Schauspielhaus. -----

Unerwartet stehen Henris Arbeitskollege Hubert und seine Frau Ines einen Tag zu früh bei Henri und Sonja vor der Tür. Kein Essen ist vorbereitet und die beiden wollten sich gerade einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher machen.

Das fängt ja gut an, denn der Astrophysiker Henri hat die Hoffnung, der etwas ältere Hubert könnte für seine Beförderung ein gutes Wort einlegen. Bei hastig improvisierten Appetithäppchen und Keksen platzt Hubert jedoch mit der Neuigkeit heraus, dass Henris Forschungen dieser Tage möglicherweise schon von einem Konkurrenten veröffentlicht wurden. Henri droht bei dieser Nachricht die Fassung zu verlieren. Eine Katastrophe. Drei Jahre Arbeit umsonst, die Hoffnung auf eine wissenschaftliche Karriere dahin. Was jetzt? Könnte es sein, dass Hubert die Geschichte nur erzählt hat, um Henri auf die Probe zu stellen, um sein Stehvermögen zu testen?

Yasmina Reza ist weltweit eine der meistgespielten Gegenwartsautorinnen – und Meisterin der gutbürgerlichen Paarkämpfe. Und was sich im unaufgeräumten Wohnzimmer von Henri und Sonja abspielt, ist ein feines Duell um gesellschaftliches Ansehen, um Macht und am Ende sogar um die Ehen. Mal halten die Paare zusammen, mal verbünden sich die Ehefrauen mit der Gegenseite. Und im Kinderzimmer kämpft der kleine Sohn von Henri und Sonja einsam um den letzten Keks. Gehobener Boulevard in gehobenen Einkommensschichten.

Die Besonderheit der turbulenten Komödie: Wir erleben drei Versionen des Abends, drei mögliche Varianten derselben Grundsituation mit sehr unterschiedlichem Ausgang, ausgelöst durch Kleinigkeiten im Einstieg. Zwischen Sieg und Niederlage, zwischen Komödie, Farce und Drama liegt manchmal eben nicht mehr als das Selbstvertrauen, mit dem man eine Laufmasche akzeptiert.

Inszenierung: Eva Lange,

Bühne: Gabriela Neubauer,

Kostüme: Brigitte Schima,

Dramaturgie: Annabelle Leschke

Mit Caroline Dietrich, Christina Weiser, Christian Ehrich, Jürgen Wink

Die nächsten Vorstellungen: 18. April, 1. Mai

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