Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„Die Ratten“ von Gerhart Hauptmann im Theater Heidelberg „Die Ratten“ von Gerhart Hauptmann im Theater Heidelberg „Die Ratten“ von...

„Die Ratten“ von Gerhart Hauptmann im Theater Heidelberg

Premiere Samstag, 12. Dezember 2015, 19.30 Uhr, Marguerre-Saal. -----

Ein Berliner Mietshaus: Oben herrscht Harro Hassenreuter, unten lebt Jette John. Er ist Theaterdirektor, sie Putzfrau. Während er über die Möglichkeiten der Darstellung von Wirklichkeit auf der Bühne diskutiert, spielt sich unten die tatsächliche proletarische Wirklichkeit ab.

 

Pauline Piperkarcka ist ungewollt schwanger. Sie droht verzweifelt, sich umzubringen. Frau John dagegen wünscht sich nichts sehnlicher als ein Baby. Der Handel scheint perfekt. 123 Mark und ein Neugeborenes wechseln den Besitzer. Aber als Pauline doch Sehnsucht nach ihrem Kind bekommt, verliert Jette John zunehmend die Kontrolle. Erst missbraucht sie das sterbende Kind der Nachbarin, um Pauline zu täuschen, dann schickt sie der leiblichen Mutter ihren kleinkriminellen Bruder auf den Hals. Am Ende muss sie sich nicht nur vor den Behörden verantworten, sondern auch vor ihrem Mann, der nichts von dem Kindeshandel mitbekommen haben will.

 

Der Kritiker Hans Mayer nannte Hauptmanns am 13. Januar 1911 im Lessingtheater Berlin uraufgeführte Tragikomödie „Die Ratten“ den „vielleicht wichtigsten Beitrag Gerhart Hauptmanns zum modernen Welttheater“. Im Berliner Kunst-Dialekt verhandelt der Autor dabei nicht weniger als die Beziehung von Kunst zur Realität.

 

Regie Holger Schultze

Bühne Martin Fischer

Kostüme Erika Landertinger

Musik Andrew Zbik

Dramaturgie Lene Grösch

Kostümassistenz Sarah Sauerborn

Bühnenbildassistenz Erika Hoppe

 

Harro Hassenreuter, ehemaliger Theaterdirektor Hans Fleischmann

Walburga, seine Tochter Sheila Eckhardt

Erich Spitta, ehemaliger Theologiestudent Florian Mania

Alice Rütterbusch/Sidonie Knobbe Katja Uffelmann

Herr John, Maurerpolier Hendrik Richter

Frau John, Putzkraft von Hassenreuter Katharina Quast

Bruno Mechelke Martin Wißner

Selma Josepha Grünberg | Julia Lindhorst-Apfelthaler

Quaquaro/Schutzmann Schierke Fabian Oehl

Pauline Piperkarcka, Dienstmädchen Lisa Förster

 

Weitere Termine

Do 17.12.2015, 19.30 Uhr

So 27.12.2015, 19.00 Uhr

So 17.01.2016, 19.00 Uhr

Mi 03.02.2016, 19.30 Uhr

Do 04.02.2016, 10.30 Uhr

Fr 19.02.2016, 19.30 Uhr

Mo 22.02.2016, 19.30 Uhr

Sa 05.03.2016, 19.30 Uhr

Di 15.03.2016, 19.30 Uhr

So 20.03.2016, 15.00 Uhr

Fr 08.04.2016, 19.30 Uhr

So 22.05.2016, 19.00 Uhr

Fr 10.06.2016, 19.30 Uhr

Mi 22.06.2016, 19.30 Uhr

 

Weitere Informationen und Tickets: www.theaterheidelberg.de; 06221/5820.000

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

EIN BEWEGENDER FEUERREITER -- Liedmatinee - Verleihung der Hugo-Wolf-Medaille in der Staatsoper Stuttgart

Die New York Times bezeichnete das Liedduo Christian Gerhaher (Bariton) und Gerold Huber (Klavier) als "größte Liedpartnerschaft der Welt". Dies betonte Kammersängerin Christiane Iven in ihrer…

Von: ALEXANDER WALTHER

NEUE SPHÄREN IM LICHTKEGEL -- Sao Paulo Companhina de Danca im Forum am Schlosspark Ludwigsburg

Mit der Deutschen Erstaufführung von "The Eight" gedenkt der Choreograph Stephen Shropshire des 200. Geburtstags von Anton Bruckner. In den Kostümen von Fabio Namatame erklingt das Finale von…

Von: ALEXANDER WALTHER

REIZVOLLES SPIEL MIT KLASSISCHEN FORMEN -- Konzertabend beim deutsch-türkischen Forum mit Gülsin Onay und Erkin Onay im Hospitalhof STUTTGART

Sie ist Staatskünstlerin der Türkei und eine renommierte Pianistin: Gülsin Onay. Sie trat auch mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks auf. Zusammen mit ihrem Sohn Erkin Onay (Violine)…

Von: ALEXANDER WALTHER

EXPLOSIVE KLANGMISCHUNG -- "Eine florentinische Tragödie" von Alexander Zemlinsky bei NAXOS (BR KLassik)

Nicht sonderlich erfolgreich geriet die Stuttgarter Uraufführung der einaktigen Oper "Eine florentinische Tragödie" von Alexander Zemlinsky im Jahre 1917 unter der Leitung von Max von Schillings. In…

Von: ALEXANDER WALTHER

Die ganze Wahrheit? -- „True Crime“ - Andrey Kaydanovskiy | Hege Haagenrud | Demis Volpi in der Deutschen Oper am Rhein

Drei tänzerische Perspektiven zu Wahrheit und Fiktion: Andrey Kaydanovskiy „Chalk“, Hege Haagenrud „The Bystanders“, Demis Volpi „Non-Fiction Études“  

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑