Noch am Abend ihrer Ankunft taucht jedoch Maria mit ihrem Mann Nick unerwartet wieder in der Wohnung auf und hat den Urlaub von Isabell und Richard bereits minutiös durchgeplant. Geschwind entfesseln beide Schwestern ihre Launen. Spionieren, stöbern, lästern, lügen, neiden, ärgern, schreien, heulen, kotzen sich aus. In jeder Hinsicht. Man ahnt, wohin das alles führen muß, tauchte da nicht eine Ratte auf, die plötzlich klar macht, was Familie einmal gewesen sein muß: Eine Schutz- und Trutzgemeinschaft gegen die Bedrohungen der Wildnis.
DIE RATTE ist eine Komödie über die Verletzungen, die Menschen sich in der Familie zufügen, über das Problem, dem Leben einen Sinn zu geben, wenn die Welt keinen mehr hat, über richtige und falsche Tacos, über passiv-aggressive Mütter, die die Mailbox vollquatschen, über Unabhängigkeit und über vier Wachteln . . .
Eine schwarze Schwesternkomödie als loderndes Feuerwerk des Schlagabtauschs.
Justine del Corte studierte in Berlin und New York Schauspiel. 1992 debütierte sie als Stella in Goethes gleichnamigem Stück und arbeitete seitdem an vielen deutschen Bühnen. In ihrem ersten Kinofilm DR. M drehte Justine del Corte 1989 mit der Regielegende Claude Chabrol. Zudem wirkt sie in zahlreichen TVProduktionen mit und schreibt Drehbücher für Film und Fernsehen. DIE RATTE, ihr zweites Theaterstück, kam im Januar 2008 am Schauspielhaus Zürich zur Uraufführung. Inszeniert wurde es von dem Gegenwartsdramatiker Roland Schimmelpfennig.
Mit Yasmina Rezas DER GOTT DES GEMETZELS gab Regisseurin Kathrin Sievers in der vergangenen Spielzeit erfolgreich ihr Münster-Debüt. Die Schauspielerin Jessica Walther-Gabory ist erstmals am WBT zu sehen.
Inszenierung | Kathrin Sievers
Ausstattung | Annette Wolf
Mit | Jessica Walther-Gabory [Isabell] | Sven Heiß [Richard] | Sabrina vor der Sielhorst [Maria] | Florian Bender [Nick]

