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DIE ORESTIE von Aischylos im E.T.A.-Hoffmann-Theater Bamberg

Premiere: 4. Februar 2012 | 19:30 | Großes Haus. ----

Agamemnon, König von Mykene, wird nach seiner Rückkehr aus dem trojanischen Krieg von seiner Frau Klytaimestra ermordet, weil er die Tochter Iphigenie opferte, um göttlichen Schutz für seine Kriegsflotte zu erwirken.

Jahre nach der Tat schickt Klytaimestra aus Angst vor Rache ihre Tochter Elektra mit Opferspenden

an Agamemnons Grab. Dort trifft sie auf ihren Bruder Orestes, den in der Fremde großgezogenen Sohn Agamemnons, und beschließt mit ihm, den Tod des Vaters zu rächen. Orestes tötet Klytaimestra und flieht nach dem vollbrachten Muttermord vor ihren Rachegeistern zum Tempel des Apollon. Dieser

verspricht ihm, dass ein Gerichtsverfahren in Athen über seine Tat richten soll.

In Aischylos’ ORESTIE, der einzigen vollständig erhaltenen antiken Tragödientrilogie, wird die blutige Geschichte des fluchbeladenen Atridengeschlechts verhandelt. Bemerkenswert: Die Verkettungen von Blutrache sind in ihrer Struktur noch heute die gleichen. Aischylos lässt am Ende die Rechtssprechung

anstelle der Willkür treten und thematisiert damit die Einsetzung des ersten demokratischen Gerichts vor gut zweieinhalbtausend Jahren. Der Zyklus von Mord und Rache wird durch das von Göttern gestiftete Prinzip der Gerichtsbarkeit unterbrochen. Die Rechtssprechung wird Sache des Staates und des Volkes.

Inszenierung: Peter Bernhardt

Ausstattung: Monika Maria Cleres

Mit: Karoline Bär, Olivia Sue Dornemann, Rebecca Kirchmann a.G., Karin M. Schneider, Eva Steines; Thomas Jutzler, Eckhart Neuberg, Stephan von Soden, Florian Walter; Ulrich Bosch a.G., Stefan Dzierzawa; Statisterie

Vorstellungsbeginn: Mo – Fr 20:00 | Sa + So 19:30 | Jugendabo JA! 19:00

Einführung: jeweils eine halbe Stunde vor Stückbeginn | TREFF

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