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"Die Lustige Witwe" von von Franz Lehár in München

01.11.2007
Kategorien: Deutschland, News

Samstag, 10. November 2007, 19.00 Uhr im Staatstheater am Gärtnerplatz

Franz Lehárs Lustige Witwe aus dem Jahr 1906 ist einer der größten Erfolge der Operettengeschichte. Die wienerisch gebrochenen Pariser Frivolitäten des Textbuches atmen, zusammen mit der unvergleichlichen Musik zwischen sinnlich-mondänem Tonfall und Walzer- und Folklore-Rhythmen, eine Atmosphäre aus Halbwelt, Tanzwut und Erotik.

Zunächst geht es »wie immer« nur ums Geld. Baron Zeta, Chef der pontevedrinischen Gesandten, die in Paris ihr Leben genießen, zermartert sich den Kopf: Pontevedro, die kleine Balkan-Monarchie, ist pleite, und so muss er unbedingt die reichste Frau des Landes, die Witwe Hanna Glawari, vor ausländischen Mitgiftjägern schützen und damit ihre Million dem Vaterland sichern. Obwohl von diversen französischen Junggesellen umworben, soll sein Attaché Graf Danilo Danilowitsch Hanna heiraten. Doch der steckt natürlich wieder im Nachtclub Maxim. Als er und Hanna sich schließlich begegnen, geht es um mehr als Geld: Er erkennt in ihr die Frau, die er einst liebte. Die Hochzeit scheiterte, weil seine Familie das damals arme Ding aus dem Volk nicht akzeptierte. Danilo begehrt Hanna noch immer. Aber er lässt sich nicht ins Herz schauen – denn sie soll nicht glauben, dass ihn ihr Reichtum lockt – und verhält sich ablehnend gegenüber Zetas Heiratsplan. Er verspricht lediglich, alle ausländischen Bewerber fernzuhalten. Hanna versteht diese Ansage und es entwickelt sich ein listiges Liebesscharmützel zwischen ihr und Danilo …

Eine große Fülle glänzender musikalischer Einfälle sorgt für die ungebrochene Beliebtheit dieser Operette. Die prickelnde musikalische Spannung entsteht im virtuosen Wechsel von neckischen Nummern wie »Jetzt geh’ ich ins Maxim«, ironischen Bekenntnissen in »Ich bin eine anständ’ge Frau«, folkloristischen Heimatklängen in Hannas »Vilja-Lied« und das in innigen Gleichklang der Herzen mündende »Lippen schweigen«.

Regie Jan-Richard Kehl

Bühnenbild Paul Zoller

Kostüme Annette Braun

Choreographie Silvia Zygouris

Hanna Glawari: Heike Susanne Daum

Graf Danilo Danilowitsch: Tilmann Unger

Valencienne: Stefanie Kunschke

Camille de Rossilon: Harrie van der Plas

Baron Mirko Zeta: Dirk Lohr

Vicomte Cascada: Daniel Fiolka

Raoul de St. Brioche: Mario Podrecnik

Bogdanowitsch: Thomas Hohenberger

Njegus: Gunter Sonneson

Sylviane: Thérèse Wincent

Kromow: Christian Hübner

Olga: Frances Lucey

Prischitsch: Florian Wolf

Praskowia: Susanne Heyng

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Herausgeber des Beitrags: theaterkompass.de

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