Neben ihrer Arbeit in einer Uhrenfabrik wollte sie unbedingt weiter schreiben und gehört werden, und so musste sie sich die «Feindessprache» aneignen, um sich ausdrücken zu können. Die Sprache, in der sie schrieb, war keine freiwillig gewählte, sie musste sich mit ihr arrangieren. Lesen und Schreiben war ein Akt der Vergewisserung der eigenen Existenz und Identität, ein Heilmittel gegen Einsamkeit und Verlust.
Die autobiografische Erzählung bringt Leben und Schaffen der ungarisch-schweizerischen Autorin von «Das grosse Heft» näher, das am 20. September 2019 Premiere im Schauspielhaus hat.
INSZENIERUNG Barbara Luchner
BÜHNE Frederik Constantin Schweizer
KOSTÜME Miriam Balli
MUSIK Leonhard Luchner
MIT Germaine Sollberger
29September 2019
Box, 16h00
Weitere Vorstellungen in Planung.
DIE ANALPHABETIN, Schauspiel nach der gleichnamigen Erzählung von Ágota Kristóf, Theater Basel
Premiere DO 26. September 2019, 20 Uhr, Box
19.09.2019
Nach ihrer Kindheit in Ungarn floh Ágota Kristóf, die Autorin der ersten Premiere im Schauspielhaus, 1956 als junge Frau mit Mann und Kind vor dem Krieg in ihrer Heimat in die französischsprachige Schweiz. Sie, die von Kindesbeinen an las und schrieb, war plötzlich «Analphabetin» und musste eine völlig fremde Sprache erlernen.

